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Blutiges Drama

Polizei erschießt Mann nach Messer-Angriff in Monheim

01.12.2011 | 18:38 Uhr
Polizei erschießt Mann nach Messer-Angriff in Monheim
Das Baumberger Wohnviertel rund um die Wilhelm-Leuschner-Straße wurde nach dem tödlichen Drama von der Polizei abgesperrt. Fotos: Lars Heidrich

Monheim.   Bei einem Einsatz in Monheim hat ein Polizist wohl in Notwehr einen Mann erschossen, der die Beamten mit einem Messer angegriffen hatte. Der 59-Jährige wurde so schwer verletzt, dass er noch am Tatort starb.

Tragisch endete am Donnerstag ein Polizei-Einsatz in Monheim-Baumberg. Ein 59-jähriger Hausbewohner, der in eine Betreuungseinrichtung eingewiesen werden sollte, griff nach ersten Erkenntnissen die eingesetzten Beamten an der Haustür mit einem Messer an. Bei der Attacke wurde er von der Polizei erschossen. Der Mann erlag noch an Ort und Stelle den Schussverletzungen.

Details wollten weder die Kreispolizeibehörde Mettmann noch die zuständige Staatsanwältin Britta Schreiber nennen. In einer knappen Mitteilung hieß es, dass ein Angriff „mit der Schusswaffe abgewehrt“ worden sei. Die Polizei war gestern zu Hilfe gezogen worden, als Mitarbeiter der Monheimer Stadtverwaltung einen „Beschluss des Amtsgerichts nach dem Betreuungsrecht“ gegen den 59-jährigen Monheimer vollstrecken wollten.

In diesem viergeschossigen Wohnhaus sei die Polizei von einem 59-jährigen Mann mit einem Messer attackiert worden. Dabei wurde er erschossen.

Da niemand trotz mehrfachen Klingelns die Tür in der zweiten Etage des Mehrfamilienhauses an der Wilhelm-Leuschner-Straße 19 öffnete, wurde gegen 11.30 Uhr der Schlüsseldienst angefordert, um in die Wohnung zu kommen. Plötzlich sei der Bewohner mit gezogenem Messer auf die Polizei losgegangen, die darauf schoss. Soweit die bisherige offizielle Darstellung.

„Es ist irgendwie eskaliert“

„Eine Polizistin schrie, schrie immer lauter“, berichtet später eine Nachbarin. „Da ist es irgendwie eskaliert. Drei Schüsse hörte ich dann.“ Der 59-jährige bricht stark blutend zusammen. Die Polizei löst Großalarm aus. Binnen weniger Minuten rasen über zehn Polizeiwagen, mehrere Rettungswagen und der Notarzt in das Wohnviertel. Auch die Piloten des Rettungshubschraubers werden dorthin beordert. Vergeblich. Der 59-Jährige verblutet.

Um den Vorfall zu klären, macht sich vom Düsseldorfer Polizeipräsidium eine Ermittlungskommission unter Leitung des Kriminalhauptkommissars Guido Adler auf den Weg. Die Straßen rund um den Tatort werden abgeriegelt. Bewohner dürfen nur mit uniformierter Begleitung in ihre Häuser. In dem viergeschossigen Wohnhaus, in dem ein oder mehrere Schüsse fielen, müssen die Nachbarn stundenlang in ihren Wohnungen bleiben. „Wir durften nicht raus, nicht rein. Ich hatte Angst. Ich wusste ja zuerst nicht, was passiert war.“

Staatsanwaltschaft will Freitag weitere Details bekannt geben

Den Erschossenen beschreibt die Hausbewohnerin als einen allein lebenden „sehr ruhigen“ Mann, der nicht auffiel, wohl auch nicht auffallen wollte. „Der huschte immer durch das Treppenhaus.“ Keiner der Nachbarn hatte Kontakt zu ihm, obwohl er schon vor über 20 Jahren die Wohnung angemietet, sich aber zwischendurch auch in Düsseldorf aufgehalten habe.

Mit seiner Mutter traf er sich aber regelmäßig. „Die sah immer nach dem Rechten. Die sorgte sich um ihn und und brachte auch das Essen. Die hatten ein wirklich gutes Verhältnis“, so die Anwohnerin.

Auch am Donnerstag soll die Mutter bei ihrem Sohn in der Wohnung gewesen sein. Sie sei froh, dass es ihm inzwischen besser gehe, habe sie der Nachbarin noch gesagt, bevor sie in die Wohnung ging. Ob sie Zeugin des blutigen Dramas wurde, war nicht zu erfahren. Zum Stand der Ermittlungen will sich die Staatsanwaltschaft am Freitag äußern.

Michael Mücke

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Kommentare
01.12.2011
20:57
Polizei erschießt Angreifer mit Messer bei Einsatz in Monheim
von darkblu2006 | #1

Gut das dem Polizist nichts passiert ist .

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