Polizei Düsseldorf will bei Dügida-Demo nicht nachlassen

Gegner des islamkritischen Dügida-Bündnisses protestieren.
Gegner des islamkritischen Dügida-Bündnisses protestieren.
Foto: dpa
Was wir bereits wissen
Am Montagabend zählte die Polizei nur noch 100 Teilnehmer der Dügida-Kundgebung. Mehr als 1000 Gegendemonstranten protestierten indes lautstark und friedlich. „Wir dürfen nicht nachlassen, denn das Konfliktpotenzial bleibt“, so Polizeipräsident Norbert Wesseler.

Düsseldorf.. Die „Dügida“-Demonstrationen entwickeln sich in der City allmählich zum absurden Theater. Am Montagabend zählte die Polizei nur noch 100 „Islamkritiker“. Bevor der rechte Pulk gegen 19.50 Uhr vom Hauptbahnhof aus loszog, hatte es während der Auftaktkundgebung unter anderem – von Planerin Melanie Dittmer initiierte – Migranten-Sketche gegeben. Gleichwohl waren die Straßen rund um die City wieder für den Berufsverkehr gesperrt, Autofahrer standen im Stau. Mehr als 1000 Gegendemonstranten äußerten indes lautstark und friedlich ihren Protest.

Zudem waren wieder mehr als 1000 Polizisten im Einsatz – das sind pro „Dügida“-Teilnehmer zehn Beamte. „Wir dürfen nicht nachlassen, denn das Konfliktpotenzial bleibt“, sagte am Abend Polizeipräsident Norbert Wesseler der NRZ, während er sich – wie schon in den Wochen zuvor – ein Bild vor Ort machte.

Lautstarker Protest

Dittmer und Gleichgesinnte gingen diesmal einen längeren Zugweg – vom Hauptbahnhof aus bis Graf-Adolf-Platz und wieder zurück. Begleitet vom Widerstand der Gegenprotestler an jeder Ecke: Friedrich-Ebert-Straße, Stresemannplatz, Charlottenstraße, Oststraße, Berliner Allee und Kö. Um 21.06 Uhr war der Spuk vorüber.

Pediga Zwei „Dügida“-Anhänger wurden zwischenzeitlich ins Gewahrsam genommen. Nach Angaben der Polizei hatte einer den Hitlergruß gezeigt, ein anderer das verbotene „Horst-Wessel-Lied“ angestimmt.

Wieder einmal hatte es ein gerichtliches Vorgeplänkel gegeben. Die Polizei hatte der „Dügida“-Planerin wie schon vor Wochenfrist die Bismarckstraße als Aufstellungsort angeboten. Doch Dittmer hatte nicht akzeptiert und beim Verwaltungsgericht die Friedrich-Ebert-Straße (Höhe Hauptbahnhof) als Versammlungsort eingeklagt. Und Recht bekommen.