Pietätlos und unfassbar!

Mal ganz abgesehen davon, dass es pietätlos ist, die sterblichen Überreste eines Menschen mit einem Paket zu verschicken – In dem Fall des verstorbenen Düsseldorfer Handballers trägt ganz allein der Bestatter Schuld am Schock der Trauergäste. Dass eine Totenfeier ohne den Toten stattfinden muss, geht gar nicht.

Auch in der Bestatterbranche schaut man auf jeden Euro. Beim verantwortlichen Beerdigungsinstitut hätte man wissen müssen, dass man bei einem Poststreik keine Urne mit einer herkömmlichen Paketsendung verschicken kann. Das alles ist nicht nur moralisch verwerflich, sondern auch höchst unprofessionell.

Eines ist klar: Pietät kann keine Frage des Preises sein. Von Stephan Wappner