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Kreis Mettmann

Pferdefleisch in Eismann-Lasagne

18.02.2013 | 18:01 Uhr
Pferdefleisch in Eismann-Lasagne
Labor-Untersuchungen förderten auch in Eismann-Lasagne Pferdefleisch-DNA zutage.Foto: DAPD/David Hecker

Kreis Mettmann. Das Mettmanner Unternehmen ruft zwei Tiefkühlprodukte zurück.Bei Labor-Untersuchungen fand sich Pferde-DNA in den Fertiggerichten.

Der Skandal um falsch deklariertes Fleisch erreicht den Kreis Mettmann. Am Montag gab der Mettmanner Tiefkühl-Lieferant „Eismann“ bekannt, dass in zwei Produkten Pferdefleisch gefunden wurde. Dabei handelt es sich um die Lasagne Bolognese (Artikelnr. 7576) sowie ein weiteres Lasagne-Produkt (7285), welches als Sechser-Pack zusammen mit einem Küchenmesser angeboten wurde. Ein Labor hatte die Produkte im Auftrag von Eismann untersucht und dabei Pferde-DNA festgestellt. Wie viele der Lasagnen verkauft wurden, wollte Eismann nicht bekannt geben.

Kaufpreis wird erstattet

Die beiden betroffenen Artikel würden seit dem 8. Februar, als ein erster Verdacht aufkam und die Untersuchungen eingeleitet wurden, nicht mehr verkauft. Weitere Produkte aus dem Eismann-Sortiment seien nicht betroffen. Kunden, die diese Tiefkühl-Lasagne gekauft haben, können diese zurückgeben, der Kaufpreis wird erstattet.

„Wir haben zudem unsere ‘Eismänner’ angewiesen, die entsprechenden Kunden zu kontaktieren“, erklärte Unternehmenssprecher Hubertus Menke. Eismann vertreibt seine Waren über „fahrende“ Verkäufer. „Das ist nun ein Vorteil. Denn uns sind die Kunden bekannt, die die Lasagne gekauft haben“, so Menke. Was anders als in Supermärkten ist, wo die Kunden quasi anonym einkaufen.

Eismann beklagt unterdessen in einer Mitteilung, Opfer von unseriösen Geschäftspraktiken anderer geworden zu sein. Sprecher Menke sagte, dass man zuvor bei einem Lieferanten eine mögliche Verwicklung in den Skandal für möglich gehalten hatte – was sich nun durch die Labor-Ergebnisse bestätigte.

Weitere Angaben zu dem entsprechenden Lieferanten wollte das Unternehmen nicht machen. Ein Wechsel zu einem anderen Lieferanten sei noch offen, so Menke. „So ein Produkt durchläuft ja zuvor mehrere Stationen. Wir müssen erstmal herausfinden, wer denn nun wirklich der Verantwortliche ist“, sagte er.

Zugleich kündigte Eismann, ab sofort die „hinter gewissen Produzenten stehenden Rohfleischlieferanten und -händler verschärft“ zu kontrollieren und auch vermehrt DNA-Stichproben zu ziehen. „Diesen Weg werden wir weiter beschreiten“, so Menke.

„Einmaliger Vorfall“

Eismann beliefert seit 1974 Kunden in ganz Deutschland und mittlerweile auch neun weiteren europäischen Ländern. Etwa zwei Millionen Haushalte werden von der Mettmanner Firma beliefert. Der jetzige Vorfall sei in der rund 40-jährigen Historie des Unternehmens einmalig.

Oliver Schaal



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