Pegida NRW will Mittwoch in Düsseldorf demonstrieren

Pegida - hier ein Bild von einer Kundgebung in Duisburg - will Mittwoch in Düsseldorf demonstrieren.
Pegida - hier ein Bild von einer Kundgebung in Duisburg - will Mittwoch in Düsseldorf demonstrieren.
Foto: Lars Fröhlich / FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Neben der wöchentlichen Dügida-Demo will nun auch Pegida NRW in der Landeshauptstadt auflaufen. Die Organisatoren erwarten 500 bis 800 Teilnehmer. Es gibt sechs Gegendemos.

Düsseldorf.. Seit mehreren Wochen marschiert "Dügida" montags vor dem Düsseldorfer Hauptbahnhof auf, am kommenden Mittwoch will erstmals auch "Pegida NRW" in der Landeshauptstadt demonstrieren.

Für 18.30 Uhr ist von „Pegida NRW“ eine Demonstration vor dem Landtag angemeldet worden. Die islamkritische Bewegung selbst erwartet 500 bis 800 Teilnehmer bei der Kundgebung. Dem entgegen stellt sich ein Bündnis aus dem ,,Düsseldorfer Appell’’ und ,,Düsseldorf stellt sich quer’’ sowie der Parteien SPD, Linke, Grüne und Piraten – mit einem umfassenden Programm auf zwei Bühnen, am Johannes-Rau-Platz und am Rheinturm. Bei der Polizei sind bislang sechs Gegenkundgebungen angemeldet.

Zum Beispiel startet bereits um 17.30 Uhr ein Demonstrationszug von dem DGB-Haus an der Friedrich-Ebert-Straße aus unter dem Motto ,,Düsseldorf ist bunt’’. Gegen Rassismus und Ausgrenzung soll ein klares und unübersehbares Zeichen gesetzt werden, so die Veranstalter. Die rund 500 Teilnehmer wollen von dort über die Steinstraße, Kö und Graf-Adolf-Straße bis zur Haroldstraße ziehen. In der Zeit von etwa 16.30 bis 22 Uhr wird es daher rund um den Aufzugsweg sowie rund um den Landtag zu Verkehrsstörungen kommen, teilt die Polizei mit.

Dügida-Demo am Montag verlief größtenteils friedlich

Bereits am Montagabend war „Dügida“ in der Landeshauptstadt aktiv. Rund 100 rechte Demonstranten zogen nach einer Auftaktkundgebung von der Friedrich-Ebert-Straße zur Graf-Adolf-Straße, über den Konrad-Adenauer-Platz und zurück. Die Versammlung endete um 20.30 Uhr.

An den Gegendemonstrationen nahmen wieder mehrere hundert Menschen teil. Gegen 18 Uhr hatte sich im Hauptbahnhof ein in den sozialen Medien angekündigter „Flashmob“ gebildet. Diese Versammlung mit 200 Teilnehmern verlief laut Polizei problemlos und war gegen 19 Uhr beendet.

Einsatz von Pfefferspray

An einigen Sperrstellen versuchten Versammlungsteilnehmer allerdings Sperrgitter zu beseitigen, heißt es weiter. Gegendemonstranten, die sich gewaltsam Zugang in den Hauptbahnhof verschaffen wollten, konnten durch Beamte der Bundespolizei nur unter Einsatz von „Mehrzweckstöcken“ und Pfefferspray gestoppt werden, teilte die Polizei am späten Abend mit.

Informationen rund um die heutige „Pegida“-Demo und die Gegenkundgebungen gibt es wieder am Bürgertelefon unter der Rufnummer 0211/870-5555. Eine Anreise über die Haltestelle Landtag/Kniebrücke zu den Bühnen der Gegenprotestler wird empfohlen.