Passagierrekord am Düsseldorfer Flughafen

Die Air Berlin war auch vergangenes Jahr Marktführer am Düsseldorfer Flughafen, beförderte hier 7,1 Millionen Fluggäste. Lufthansa landete mit 3,5 Gästen auf Platz 2, gefolgt von Lufthansa-Tochter Germanwings auf Platz mit 2,2 Millionen Passagieren.
Die Air Berlin war auch vergangenes Jahr Marktführer am Düsseldorfer Flughafen, beförderte hier 7,1 Millionen Fluggäste. Lufthansa landete mit 3,5 Gästen auf Platz 2, gefolgt von Lufthansa-Tochter Germanwings auf Platz mit 2,2 Millionen Passagieren.
Foto: dpa
Was wir bereits wissen
Vergangenes Jahr sind 21,8 Millionen Fluggäste von DUS geflogen - so viele wie noch nie. Der Gewinn stieg auf fast 45 Millionen Euro.

Düsseldorf.. Der Düsseldorfer Flughafen schaut auf ein erfolgreiches Jahr 2014 zurück. 21,8 Millionen Passagiere starteten und landeten vergangenes Jahr in DUS, dem Airport der Landeshauptstadt. So viele wie nie zuvor. Diese positive Verkehrsentwicklung schlug sich auch in den finanziellen Leistungsindikatoren des Geschäftsjahres wider. Der Konzernumsatz lag 2014 bei 425,6 Millionen Euro, das Jahresergebnis bei 42,9 Millionen Euro.

„Wir sind mit dem Verlauf und dem Geschäftsergebnis sehr zufrieden. Der Düsseldorfer Airport hat seine führende Position in NRW mittlerweile auf einen Marktanteil von rund 60 Prozent ausgebaut. Tendenz steigend“, zieht Flughafengeschäftsführer Thomas Schnalke eine positive Bilanz.

„All das bestärkt uns in unserer erfolgreichen Verkehrsstrategie, die Menschen und die Wirtschaft unserer Region mit den wichtigen Märkten und Metropolen dieser Welt zu verbinden. Schon heute übersteigt die Nachfrage nach Mobilität das Angebot, das wir den Passagieren machen können“, ergänzt Ludger Dohm, der neue Chef der Flughafen-Geschäftsführung. „Um uns daher als Flughafen für NRW auch weiterhin markt- und nachfragegerecht entwickeln zu können, haben wir jüngst einen Antrag auf Planfeststellung mit Änderung der Betriebsgenehmigung bei der zuständigen Genehmigungsbehörde eingereicht.“

Durch das erfolgreiche Flughafen-Geschäfte kann die Stadt mit einer höheren Ausschüttung des Flughafens rechnen in Höhe von 22 Millionen Euro. Denn der Jahresüberschuss wird vollständig an die Gesellschafter ausgeschüttet. Eine Diskussion wie bei der Stadtsparkasse gibt es nicht. Genau die Hälfte des Gewinns fließt in die Kasse der Stadt Düsseldorf, die andere Hälfte bekommt der Miteigentümer Airportpartners. Dahinter steckt zu 60 Prozent ein kanadischer Pensionsfonds für Angehörige des dortigen Militärs und zu 40 Prozent der irische Flughafenbetreiber Aer Rianta. Im Vorjahr waren 36,6 Millionen Euro ausgeschüttet worden. Der Ertrag für die Stadt ist in diesem Jahr um rund vier Millionen Euro höher als 2014.

Streckennetz weiter ausgebaut

Der Düsseldorfer Airport konnte 2014 sein dichtes europäisches und innerdeutsches Streckennetz weiter ausbauen. Darüber hinaus kamen in der jüngeren Vergangenheit mit Air China nach Peking, Etihad Airways nach Abu Dhabi, American Airlines nach Chicago sowie All Nippon Airways nach Tokio stetig weitere hochkarätige Langstreckenverbindungen nach Düsseldorf. Für 2015 heißt NRWs größter Airport die Cathay Pacific willkommen, die ab September viermal pro Woche nonstop nach Hongkong fliegen wird. Emirates setzt in Düsseldorf das größte Passagierflugzeug der Welt, den Airbus A380 ein, Etihad kommt regelmäßig mit dem „Dreamliner“ von Boeing.

Allerdings: Belastet wurde der Düsseldorfer Flughafen durch die Aufgabe mehrerer Langstrecken-Flüge der Lufthansa. Die größte deutsche Airline hat 2014 ihre Strecken nach Miami und Toronto ab Düsseldorf gestrichen. Dadurch ist laut Bilanz der Anteil der Umsteiger um ein Fünftel gesunken. 2014 war nur noch jeder zehnte der zuletzt knapp 22 Millionen Passagiere ein Umsteiger.

Offene Kritik wird in dem Geschäftsbericht an den Piloten geübt. So steht dort wörtlich „Störungen durch Streiks in verschiedenen Monaten, insbesondere der Piloten, verhinderten ein noch größeres Wachstum“.

Die Zahl der niederländischen Fluggäste sank um ein Achtel auf 85 000, was auf gezielte Maßnahmen der Flughäfen Amsterdam und Eindhoven zurückgeführt wird.