OSD hat Spielplätze im Auge

Das Frühjahr ruft und raus geht’s: Beliebtes Ziel von jungen Familien oder Großeltern mit Enkelkindern sind derzeit die zahlreichen Kinderspielplätze insbesondere in der Innenstadt. Grund genug für die Einsatzkräfte des Ordnungs- und Servicedienstes (OSD) des Ordnungsamtes, im Rahmen eines zurückliegenden zweiwöchigen Schwerpunkteinsatzes im Mai die städtischen Kinderspielplätze gezielt aufzusuchen. So wollte man sicherzustellen, dass die Plätze den Kindern ordnungsgemäß zur Verfügung stehen und nicht zweckentfremdet werden. Der OSD besuchte bei seinen Streifgängen und -fahrten über 100 städtische Spielplätze zum Teil mehrfach zu unterschiedlichen Zeiten.

In 26 Fällen wurden Jugendliche, die auf Kinderspielplätzen aufgrund ihres Alters nichts zu suchen hatten, unter dem Gesichtspunkt des Jugendschutzes und der Einhaltung der Schulpflicht überprüft. Hierbei mussten neun rauchende Jugendliche ihre Zigaretten ausdrücken und die mitgeführten Glimmstängel abgeben. Weil das Rauchen auf Kinderspielplätzen generell nicht erlaubt ist, erwartet die jungen Störer ein Verwarngeld in Höhe von je 20 Euro. Schulpflichtverstöße wurden bei den Kontrollen nicht festgestellt. Sechs rauchend angetroffene Erwachsene müssen für den festgestellten Verstoß nach dem Nichtraucherschutzgesetz allerdings 35 Euro Verwarngeld berappen. Bei weiteren fünf Jugendlichen stellten die OSD-Mitarbeiter fest, dass sie keinen Tabak, sondern Marihuana rauchten. Diese beiläufigen Feststellungen wurden der Polizei als zuständige Strafverfolgungsbehörde mitgeteilt.

Einige Plätze vermüllt

Auf acht Spielplätzen wurden auch zum Teil größere Ansammlungen von Müll gefunden. Vier Verursacher konnten vor Ort ermittelt werden und erfolgreich zur Beseitigung des von ihnen hinterlassenen Unrats aufgefordert werden. Im Rahmen der gesamten Maßnahmen erhielten insgesamt 18 Personen, die sich nicht einsichtig zeigten, einen Platzverweis. Wenig Verständnis zeigten die Einsatzkräfte des OSD für sechs Fahrzeughalter, die ihren Wagen „nur mal eben“ auf einem Kinderspielplatz parkten und nunmehr mit einem Verwarngeld in Höhe von 30 Euro zu rechnen haben.

Die Kontrollen blieben natürlich von den rechtmäßigen Nutzern, vor allem deren Eltern und Großeltern, nicht unbemerkt. „Die Einsatzkräfte des OSD kamen so mit vielen Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch und ernteten viel Zuspruch für die Kontrollen“, heißt es seitens des OSD. Zudem hielt der Ordnungsdienst während der Kontrollen auch engen Kontakt zum Garten-, Friedhofs- und Forstamt und informierte das Amt über die Leitstelle bei akutem Handlungsbedarf zum Beispiel bei Sachbeschädigungen.

Die Kontrollen werden weiterhin im Rahmen der allgemeinen Streifengänge fortgesetzt.