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OB nimmt Sportpark Flingern in die Hand

24.06.2009 | 19:52 Uhr

Ob der Sportpark Flingern in den nächsten Monaten entsteht, bleibt ungewiss. Aber Oberbürgermeister Dirk Elbers (CDU) nimmt den Schlüssel zu diesem Großprojekt, den Umbau des Allwetterbades, jetzt selbst in die Hand.

Bei einem Jubiläumstreffen des Düsseldorfer Schwimmclubs (DSC), bei dem gestern alle vier Bürgermeister teilnahmen, versprach Elbers: „Ich prüfe die Finanzierung des Allwetterbades persönlich.”

Landes- und Stadtsportbund machten darauf aufmerksam, dass Sportprojekte wie der Allwetterbad-Umbau per Gesetzesänderung jetzt „uneingeschränkt” aus dem Konjunkturpaket II des Bundes gefördert werden könnten. Ob es dazu noch kommt, ist fraglich. Sportpolitiker ärgern sich, dass Stadtkämmerer Helmut Rattenhuber die Bitte der Sportausschuss-Vorsitzenden Regine Thum (SPD) um Klärung „abgelehnt” habe.

Beim DSC-Jubiläum sahen sich die Bürgermeister mit eindringlichen Appellen konfrontiert. Vereinsvorsitzender Dirk Lindner: „Bei allem Verständnis für die schwierige Beurteilung der Finanzlage bitten wir um eine gemeinsame Lösung. Eine Verschiebung oder Teillösung wäre ein großer Rückschritt.” Der Unternehmer und frühere erfolgreiche Wasserballer Hartmut Haubrich: „Verbauen Sie der Sportstadt Düsseldorf nicht die schwimmsportliche Zukunft!”

Wie berichtet, soll mit einer energetischen Renovierung und Erweiterung des Allwetterbades der Sportpark Flingern mit Sporthalle, Boxring und Schützenplatz ermöglicht werden. Der Stadtsportbund hat eine Finanzierung über 12,4 Millionen Euro vorgelegt. SPD und Grüne unterstützen den Plan, doch die CDU legt sich nicht fest - wohl weil die FDP keine Gespräche will.

Elbers verwies vor hundert Gästen auf die Gesamtverantwortung für eine solide Haushaltsführung: „Ich sage Ihnen nichts zu. Ich glaube aber, wir finden eine gute Lösung.” Gegenüber der NRZ sagte er eine „schnelle” Prüfung des Flingeraner Konzepts zu.

Der DSC präsentierte gestern ein Buch über 111 Jahre Vereinsgeschichte. Das Werk (das die NRZ in den nächsten Tagen vorstellt) zeigt die erfolgreiche und beständige Entwicklung des Schwimmens und Wasserballs auf - als bemerkenswertes Stück Düsseldorfer Sozialgeschichte.

Dieter Schneider

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