Nicht vergessen!

Zum Bericht „Auf den Spuren der größten Verbrechen“ am Samstag in der NRZ Düsseldorf erhielt die Redaktion folgenden Leserbrief:

Vielen Dank für den Bericht im Düsseldorfer Lokalteil der NRZ zur beabsichtigten Verleihung der Josef-Neuberger-Medaille an Herrn Dönecke und Frau Genger!

Die Informationen über (nur einige) Aspekte ihres Forschungsbereichs machen wieder einmal deutlich, dass es kein Vergessen, Vertuschen, Verheimlichen geben darf.

Traurig, dass dieses simple Sachverhalt immer wieder erinnert werden muss, selbst bei einer Institution wie der Düsseldorfer Polizei, die ja aus einem sehr speziellen Grund am „Jürgernsplatz“ residiert.

Zum Schluss noch eine Randbemerkung zu Ihrem guten und wichtigen Artikel: Dass Sie die Gräueltaten der Nazis eine „Zivilisationsbruch“ nennen, ist meines Erachtens lediglich der Versuch, das nahezu Unfassbare durch Worte zu beschreiben. Einen Zivilisationsbruch stellte bereits der in der Bibel beschriebene Mord des Kain am Bruder Abel dar... Oder ist überhaupt irgendein vom Mensch am Mensch inszeniertes Lebensende zivilisatorisch zu rechtfertigen? Ich glaube nicht!

Außerdem muss man sich fragen, ob eine Zivilgesellschaft, die das Aussondern und Töten von Mitmenschen, die als „Schädlinge“ diffamiert werden,akzeptiert und mitträgt, überhaupt zivilisiert genannt werden darf- auch das muss ich verneinen.