"Nicht erpressen lassen"
20.06.2007 | 08:59 Uhr 2007-06-20T08:59:19+0200WIESCHEID. Baudezernent Weber findet Verhandlungsstil der Firma Lidl "gewöhnungsbedürftig".
LANGENFELD. Ungewöhnlich kritische Worte vom sonst so moderaten Baudezernenten Hans-Otto Weber: "Der Verhandlungsstil der Firma Lidl ist gewöhnungsbedürftig." Im Stadtrat umriss der Verwaltungsexperte den aktuellen Stand zu einem Supermarkt in Wiescheid (die NRZ berichtete). Das Unternehmen hatte bis Ende Mai um Bedenkzeit gebeten. "Bis heute haben wir keine Antwort", vermeldete Weber. Lidl zeige sich bei Größe, Zufahrt und Lage "unnachgiebig" und habe "mit Presse gedroht". Webers Antwort darauf: "Wir sollten uns nicht erpressen lassen." Die "reine Lehre" besage: "Der Träger der Planungshoheit, in diesem Falle die Stadt, sagt, wo es langgeht."
Weber zweifelt an der "gebotenen Harmonie" zwischen den Beteiligten. Er bedauerte: "Bislang konnte kein Konsens erzielt werden." Weiterhin stehen die Größe der Filiale, die laut Verwaltung und CDU 700 Quadratmeter nicht überschreiten soll, und die Verkehrsanbindung einem Vertragsabschluss im Wege. Die Zu- beziehungsweise Ausfahrt Ossenbruch und Kirchstraße "wird nicht den Segen der Verkehrsverwaltung bekommen."
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