Neues Konzept für alte Töpferei in Lohausen

Lohausen..  Fast ein Jahr lang ruhte der Betrieb in der Gaststätte „Zur alten Töpferei“. Nun wurde das Gebäude neu verpachtet. Sarah Unterwainig hat dort unter dem selben Namen am 18. November neu eröffnet.

In dem Restaurant mit 78 Plätzen im Gastraum und 32 Plätzen im Wintergarten wird jetzt gutbürgerliche Küche angeboten. So finden die Gäste beispielsweise auf der Speisekarte Düsseldorfer Flöns mit Zwiebeln, Düsseldorfer Senfrostbraten, Speckpfannekuchen und die verschiedensten Schnitzelvarianten. Aber auch vegetarische Gerichte wie mit Ziegenkäse überbackenes Tomatenbrot und Spezialitäten wie Rindercarpaccio oder Krabbencocktail können bestellt werden. Dazu gibt es noch eine eigene Flammkuchen-Karte und wechselnde Tagesgerichte.

„Wir gehen aber gerne auch auf Sonderwünsche ein und erklären, welche Zutaten verwendet werden“, sagt Sarah Unterwainig. Die 26-Jährige ist vielen Gästen bereits aus der Gaststätte Tonhalle in Kaiserswerth bekannt, wo sie zwei Jahre Geschäftsführerin war. Die gelernte Personaldienstleistungskauffrau stammt aus einer Gastronomenfamilie und konnte bereits viel Erfahrung in den Betrieben ihres Vaters Klaus sammeln, zu denen die Hausbrauerei „Alter Bahnhof“ am Belsenplatz gehört.

Noch wurde in der Gaststätte bis auf das Entfernen einiger Dekorationsartikel wenig verändert. Das soll sich aber in den nächsten Monaten ändern, denn Unterwainig hat sich viel vorgenommen. So soll der alte Wintergarten abgerissen und ein deutlich größerer neu gebaut werden, bei dem dann auch der Hinterhof einbezogen wird. Rund 40 zusätzliche Sitzplätze werden dadurch geschaffen.

„Das ist besonders für die Vermietung an geschlossene Gesellschaften wichtig. Die können dann bei uns feiern, ohne dass wir dafür das Restaurant für die anderen Gäste schließen müssten.“ Außerdem sollen auf der benachbarten Wiese ein Kinderspielplatz und eine Partyscheune entstehen und der Parkplatz erweitert werden.

Das Lokal hat jeden Tag geöffnet, allerdings an den Wochentagen nur abends. „Wir suchen noch dringend weitere Mitarbeiter. Wenn sich dann die Arbeitsabläufe eingespielt haben, wollen wir jeden Tag ab mittags beginnen“, sagt die Geschäftsführerin. Bisher würde ihr Konzept gut angenommen und man hätte bereits einige neue Stammgäste hinzugewonnen. Am Wochenende empfiehlt Unterwaining deshalb eine Reservierung.

„Für Lohausen freut es mich, dass hier nun eine gutbürgerliche Küche angeboten wird und auch das alte Haus erhalten bleibt“, sagt Siegfried Küsel, Vorsitzender des Lohauser Heimat- und Bürgervereins. Denn das Gebäude ist bereits rund 200 Jahre alt. Bekannt ist es in Lohausen unter dem Namen Kickenhof, denn ursprünglich wurde das Haus von der Familie Kicken als Bauernhof genutzt. Danach waren dort auch ein Töpferei und unterschiedliche gastronomische Betriebe untergebracht. Jetzt steht alles auf Neuanfang.