Neuer Streiter für die Tonhalle
05.07.2010 | 19:29 Uhr 2010-07-05T19:29:00+0200
Patrick Schwarz-Schütte ist neuer Chef des Freundeskreises der Tonhalle. Der Unternehmer und Sohn des Firmengründers von „Schwarz-Pharma“, wurde jetzt von Mitgliedern einstimmig ins Kuratorium und in den Vorstand gewählt.
Letzterer hatte Schwarz-Schütte vorab zu seinem Vorsitzenden bestimmt.
Schwarz-Schütte, der selbst Klavier spielt und als Vater von drei musizierenden Kindern auch die junge Szene immer im Blick hat, tritt die Nachfolge von Sieghardt Rometsch an. Der renommierte Bankier hatte in den vergangenen vier Jahren Vermögen, Ansehen und die Förder-Aktivitäten des Tonhallen-Freundeskreises gesteigert. Unter seiner Ägide vergrößerte sich der Verein auf heute 550 Mitglieder, die Einnahmen aus Spenden verdreifachten sich. Damit konnte die 1966 gegründete Gesellschaft herausragende Projekte der Symphoniker und der Breitenkultur unterstützen - wie die „Singpause“, bei der professionelle Musiker in Schulen und mit Schülern in der Tonhalle singen. 4200 Jugendliche können dadurch Noten lesen. Rometsch lag dieses Projekt besonders am Herzen. Er überzeugte sich von der Qualität als Überraschungsgast. Daneben investierte er einen Teil des Freundeskreis-Kapitals (454 000 Euro) in das Engagement von Star-Orchestern und –Solisten, um den Glamourfaktor der Stadt zu bereichern. Das dankten dem scheidenden Vorsitzenden Kulturdezernent Lohe und Hauptsponsor Udo van Meeteren in persönlichen Worten.
Den „Neuen“ nun, Schwarz-Schütte, konnte Rometsch für den Vorsitz des unternehmungslustigen Vereins gewinnen. Schwarz-Schütte ist nicht nur Geschäftsführer der Black-Horse-Investment GmbH, sondern kennt sich auch als Förderer aus. Er leitet die von seinem Vater gegründete Schwarz-Schütte-Förderstiftung, die 30 Millionen Euro für das Ökonomikum der Heinrich-Heine-Universität spendete und sich am Aufbau des Lehrstuhls für Wettbewerbs-Ökonomie beteiligt hat. Verliert auch der Freundeskreis mit Rometsch einen seiner leidenschaftlichen Kämpfer, so nährt sein Nachfolger die Zuversicht, dass die finanzielle Ausstattung auch künftig ausgebaut wird.
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