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Neue Welten zum Jubiläum

31.01.2008 | 19:52 Uhr

KONZERT. Das Orchester der Heinrich-Heine-Universität feiert sein 20-jähriges Bestehen mit einem Konzert in der Tonhalle. Voller Verve und Leidenschaft - vom dramatischen Kopfsatz bis zum jubilierenden Finale.

Mit Antonin Dvoráks Symphonie "Aus der Neuen Welt", einem der populärsten und packendsten Werke des 19. Jahrhunderts, feiert das Orchester der Heinrich-Heine-Universität sein 20-jähriges Bestehen. Von der Gründungsstunde an leitet Silke Löhr das Orchester, und auch nun steht sie am Pult. Diesmal aber nicht im vergleichsweise tristen Werstener Hörsaal 3 A, in dem die Konzerte sonst in aller Regel stattfinden, sondern in der schmuckeren Tonhalle.

Engagement und Musizierfreude

Die Qualität des Uni-Orchesters gründet weniger in der spieltechnischen Perfektion, sie resultiert eher aus einer starken Musizierfreude und großem Engagement. Für Studentinnen und Studenten, deren Fachrichtung eben nicht die Musik ist, gehört das Musizieren in den knapp bemessenen Freizeitbereich. Wochenenden und Feierabende in die Orchesterarbeit zu investieren, ist nicht nur sehr verdienstvoll, die Atmosphäre des musikalischen Vortrags füllt sich auch an mit guter Laune.

So ist es auch beim Jubiläumskonzert: Vom dramatischen Kopfsatz bis zum jubilierenden Finale steckt die Darbietung voller Verve und Leidenschaft. Unterdessen gelingen auch viele komplizierte Bläsersoli mit Bravour. Zwar fallen ein paar verpatzte oder versäumte Einsätze und klangliche Luftlöcher auf, doch verringern sie nicht die emotionale Spannung.

Der Chor der Universität, der erst im kommenden Jahr sein 20-Jähriges feiert, ist aber schon jetzt stark beteiligt am Programm: Er singt mehrere große Chorszenen aus Opern von Wolfgang Amadeus Mozart, Giuseppe Verdi und Otto Nicolai. Schön festlich klingen der Chor der Priester und der Schluss aus Mozarts "Zauberflöte".

Beim Hexenchor aus Verdis "Macbeth" wirken die Damen des Uni-Chores allerdings etwas zu brav und erwecken mehr den Anschein aufgebrachter Klosterschwestern. Insgesamt aber eine beachtliche Gesangsleistung.

Medaille für Förderer Udo van Meeteren

Im Rahmen des Jubiläumskonzertes gab es auch eine Ehrung: Udo van Meeteren erhielt die Würde des Ehrensenators der Heinrich-Heine-Universität. Uni-Rektor Alfons Labisch überreichte van Meeteren, der bereits Ehrenbürger der Stadt Düsseldorf ist, die Urkunde und hängte ihm eine Kette mit großer Medaille der Universität um.

Die Stiftung von Udo van Meeteren ermöglicht viel Kulturelles in der Stadt. Auch das Uni-Orchester erfuhr bereits durch ihn finanzielle Unterstützung.

MICHAEL LÖNNEBERG

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