Neue Runde im Kampf gegen den Müll am Rhein gestartet

Bei warmem Wetter ist der Rheinpark ein beliebter Treffpunkt zum Picknicken und Grillen. Allerdings nehmen nicht alle Leute ihren Abfall wieder mit nach Hause oder entsorgen ihn vor Ort in den Mülltonnen.
Bei warmem Wetter ist der Rheinpark ein beliebter Treffpunkt zum Picknicken und Grillen. Allerdings nehmen nicht alle Leute ihren Abfall wieder mit nach Hause oder entsorgen ihn vor Ort in den Mülltonnen.
Foto: Uwe Schaffmeister
Was wir bereits wissen
Die Stadt Düsseldorf stellt zur Freiluft-Saison wieder 140 zusätzliche Abfallbehälter auf. Erstmals umfasst die Kampagne auch den Rheinpark.

Sobald in der Landeshauptstadt einmal mehrere Stunden am Stück die Sonne scheint, zieht es die Düsseldorfer nach draußen. Natürlich aber nicht irgendwohin, sondern am liebsten an den Rhein. Auch gestern genossen sie das warme Wetter an der Promenade, auf der Treppe am Burgplatz oder im Rheinpark. Doch mit den Picknickern und Spaziergängern kommt immer auch ein Mehr an Abfall an die Rheinufer. Pünktlich zur Draußen-Saison steuert die Stadt deshalb dagegen – mit der Neuauflage der Kampagne für mehr Sauberkeit am Rhein.

Erstmals umfasst die Aktion in diesem Jahr auch den Rheinpark. Dort sowie an den Rheinufern werden die Besucher gebeten, keinen Müll zurückzulassen. Dies geschieht mittels Aufklebern auf zum Teil zusätzlich aufgestellten Abfalltonnen und durch Promotionteams, die Infokarten verteilen und die Ausflügler persönlich ansprechen.

„Sichtbar mehr Sauberkeit am Rheinufer, das wurde mit der Kampagne in den vergangenen vier Jahren erreicht“, sagte Oberbürgermeister Thomas Geisel, der das neue Kampagnenmotto „Restlos entspannen“ gestern zusammen mit Umweltdezernentin Helga Stulgies im Rheinpark vorstellte. Es gebe keine Entschuldigung dafür, den Müll achtlos liegen zu lassen, so Geisel weiter: „Erst diesen Morgen bin ich noch am Rhein joggen gewesen und weiß die Sauberkeit sehr zu schätzen.“

100 Tonnen Müll pro Saison

Damit es so bleibt, hat die Stadt wieder saisonale Müllbehälter aufgestellt. So finden sich 16 zusätzliche Abfalleimer an den Zugängen des Rheinparks. Weitere Saisonbehälter stehen am linken Rheinufer, am Bremer Sandstrand, Benrather Schlossufer, am Rand der Urdenbacher Kämpe, an den Deichen von Hamm, Volmerswerth und Flehe sowie in Stockum und Kaiserswerth. „Die Wege sind sehr kurz für die Leute“, so Stulgies, die deshalb hofft, dass die Extra-Behälter Wirkung zeigen. In den vergangenen Jahren sammelte die Stadt so bis zum Saisonende jeweils rund 100 Tonnen Müll ein – so viel, wie in ein 50-Meter-Schwimmbecken oder 7000 Badewannen passt.

Da es mit ein paar Abfallbehältern mehr aber noch nicht getan ist, setzt das Umweltamt vor allem auf Aufklärung. Auf Plakaten, Infokarten und Infoscreens wird ergänzend zum bekannten Motiv mit der Skyline des linken Rheinufers nun auch der Rheinpark mit rechtsrheinischem Stadtpanorama zu sehen sein. Neu ist auch der Service auf den Rückseiten der Infokarten. Die sind in diesem Jahr erstmals mit einem Rezepttipp versehen: mediterraner Nudelsalat – passend für das nächste Picknick auf den Rheinwiesen.

Servicetelefon Sauberkeit ganzjährig erreichbar

Seit dem Start der Kampagne 2011 ist das Entsorgungsangebot am Rheinufer kontinuierlich ausgebaut worden. Bis zum Herbst stehen den Besuchern 64 zusätzliche Mülleimer an Strand und Wiesen entlang des linksrheinischen Ufers zur Verfügung. Hinzu kommen zwölf Tonnen an zentralen Zugängen. Auf der rechtsrheinischen Seite sind es ebenfalls 64 Tonnen zusätzlich zu den rund 200 ganzjährig verfügbaren Behältern entlang des Rheins.

Die Mitarbeiter des Umweltamtes nehmen ganzjährig am Servicetelefon Stadtsauberkeit Hinweise auf Verschmutzungen entgegen – nicht nur am Rhein. Das Servicetelefon ist montags bis freitags von 8 bis 16 Uhr unter der Rufnummer 0211/892 50 50 besetzt. In der übrigen Zeit läuft ein Anrufbeantworter. Hinweise können auch per E-Mail entgegengenommen werden unter der Adresse stadtsauberkeit@duesseldorf.de.