Neue Kritik an der Toulouser Allee

Schon vor der Eröffnung ihres letzten Teilstücks im vergangenen Dezember galt die Toulouser Allee als einsamste Straße der Stadt, wurde sie doch nur von wenigen Verkehrsteilnehmern tatsächlich für den weg in und aus der City genutzt. Düsseldorfer Stadtspitze und Verwaltung hofften auf Besserung, wenn erst einmal die vollständige Straße befahrbar ist und damit auch der neue Campus der Fachhochschule erschlossen werden kann. Doch nun gibt es neue Kritik an der Straße: Zu schlecht ausgeschildert sei der Weg zur Toulouser Allee, bemängeln Autofahrer, einmal auf der Straße angekommen, stehe man ständig vor einer der zahlreichen roten Ampeln. Die Stadt will jetzt an den entsprechenden Stellen nachbessern.

„Wenn man vom Nördlichen Zubringer auf die Straße abbiegen will, muss man unglaublich aufpassen, dass man die Zufahrt zur Toulouser Allee nicht verpasst. Nur ein einziges weißes, kleines Schild weist darauf hin, dass man über diesen Weg auch in die Innenstadt und zum Hauptbahnhof kommt“, sagt Peter Edlinger.

Der Rather würde die neue Stadtautobahn künftig gerne öfter nutzen, um in die City zu gelangen. „Aber das ist gar nicht so einfach. Denn das Hinweisschild steht auch bloß 30 Meter von der Zufahrt entfernt. Gerade bei dichtem Verkehr erkennt man das nicht“, so Edlinger. Er zweifelt daran, dass sich die Toulouser Allee in diesem Zustand tatsächlich füllen kann. „Wenn niemand die Auffahrt findet, fährt dort auch keiner. Bei einer Straße, die so viele Millionen Euro gekostet hat, ist das nicht sehr durchdacht.“

Doch das soll auch nur eine vorübergehende Lösung sein, heißt es vom Amt für Verkehrsmanagement. „Die Schilder sind ein Provisorium, mitten auf der Brücke an der Heinrich-Ehrhardt-Straße konnten wir sie noch nicht aufstellen. Die Straße ist ja noch neu und deshalb werden wir in den kommenden Wochen die richtigen Schilder anbringen“, sagte Andrea Blome, Leiterin des Amtes für Verkehrsmanagement.

Stopp an jeder Ampel

Kritik gibt es aber auch an der Ampelschaltung auf dem letzten Teilstück der Toulouser Allee zwischen Zubringer und Münsterstraße: „Wenn man nicht das vorgeschriebene Tempolimit von 50 km/h überschreiten will, steht man an jeder Ampel auf der Straße“, kritisiert Peter Edlinger. Die Schaltung sei weder Fahrer- noch Umweltfreundlich.

Andrea Blome will Abhilfe schaffen. „Zumindest eine dieser Ampeln werden wir jetzt wieder abschalten, bis der neue FH-Campus eröffnet wird“, erläutert die Amtsleiterin. Denn zumindest die Ampel zwischen Münsterstraße und Zubringer habe derzeit noch keine Funktion. „Sie soll irgendwann den Verkehr zur Hochschule regeln. Doch weil die ja noch nicht eröffnet hat, brauchen wird die Ampel erst mal nicht“, sagt Blome. Ist diese Maßnahme umgesetzt, sollen Autofahrer dann wieder schneller über die Toulouser Allee kommen.