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Neue Klinik, neue Ärzte, neue Therapie

21.01.2015 | 00:10 Uhr

Gerresheim. Das vergangene Jahr sei für die Sana-Kliniken mit ihren Standorten in Gerresheim und Benrath so erfolgreich wie lange nicht mehr gewesen, erklärt Geschäftsführer Christian Engler und kann das anhand von Zahlen auch belegen: Der Umsatz sei um acht Prozent von 95 auf 103 Millionen Euro gestiegen, die Patientenzahlen um vier Prozent auf 87 993. „Und dafür ist vor allem Gerresheim verantwortlich, wir sind hier voll bis unters Dach“, so Engler. Da die Klinik nach den Investitionen von mehr als 70 Millionen Euro in den Neubau aktuell die modernste in ganz NRW sei, falle es auch leicht, neue kompetente Mediziner ins Haus zu holen. „Wir haben zudem so gut wie kein Fremdpersonal mehr“, betont der Krankenhaus-Chef.

Mit der Einweihung des neuen Haupteingangs Ende 2014 ist der Bau des Klinikgebäudes abgeschlossen. In diesem Jahr folgt das Parkhaus mit 250 Stellplätzen auf drei Etagen, das auf der Fläche des abgerissenen Krankenhauses gebaut wird. Das wird die Gerresheimer freuen, die immer wieder die Parksituation rund um das Sana-Krankenhaus bemängelt haben. Überhaupt will sich die Klinik noch mehr „sozial in den Ort einflechten“ , wie der Geschäftsführer sich ausdrückt. Er will auch in Zukunft dafür Sorge tragen, dass die Klinik überregional an Renommee gewinnt.

Dafür soll künftig nicht zuletzt Christoph Heidenhain sorgen. Der neue Chefarzt der Chirurgie mit beruflichen Wurzeln in Berlin und Aachen hat ambitionierte Ziele, will unter anderem die Darmkrebschirurgie weiter ausbauen, aber auch die Bekämpfung von Leber- und Bauchspeicheldrüsenkrebs auf das Niveau der Berliner Charité anheben. Dafür plant er, das Ärzteteam mit drei früheren Kollegen aus Aachen und Berlin aufzustocken.

Schwerpunkte in ihrer Arbeit hat sich ebenfalls die Doppelspitze des im September eröffneten Lungenzentrums am Sana-Krankenhaus gesetzt. Für den Bereich Pneumologie will Karl-Matthias Deppermann Diagnostik und Therapie beim Lungenkarzinom in den Fokus rücken („Es gibt inzwischen sogar eine Tabletten-Therapie für einen Teil der Patienten“) und die Beatmungsmedizin weiterentwickeln. André Nemat betont für sein Betätigungsfeld Thoraxchirurgie die Schnittmengen mit der Pneumologie: „Die Einheit hier am Lungenzentrum macht absolut Sinn. Da auch eine enge Zusammenarbeit mit Onkologen, Radiologen, Anästhesiologen sowie bei Bedarf weiteren Spezialisten gegeben ist, können wir eine Versorgung von Lungenkrebs aus einer Hand anbieten.“

Der Mediziner hat sich vorgenommen, verstärkt auf minimalinvasive Eingriffe zu setzen sowie der Bekämpfung von Tochtergeschwulsten bei anderen Erkrankungen noch mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Über die „Bombe im Bauch“ könnte Herribert Lösel-Sadée stundenlang dozieren. Es geht um das Aortenaneurysma, das Schätzungen zufolge hierzulande bei 500 000 Männer und Frauen über 65 Jahre auftrete. Doch nur 15 000 Patienten würden behandelt, „der Rest ist Dunkelziffer“, so der Leiter des Gefäßzentrums. Das Problem: „Es gibt keine Symptome. Man merkt nichts, und wenn, ist es oft genug schon zu spät.“ Der Gefäßspezialist setzt sich für frühzeitige Screenings ein.

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