Nacktbaden verboten - Bademeister wirft Kind (2) aus Freibad

Baden macht Spaß, aber wer sich nicht an die Regeln hält, riskiert, aus dem Freibad zu fliegen.
Baden macht Spaß, aber wer sich nicht an die Regeln hält, riskiert, aus dem Freibad zu fliegen.
Foto: iStock
Mit der Polizei hat der Bademeister eines Düsseldorfer Strandbads ein Kind samt Mutter aus dem Bad geworfen. Es hatte nackt im Planschbecken gebadet.

Düsseldorf.. Nacktbaden ist verboten - und Verstöße dagegen werden drastisch bestraft. Diese Erfahrung musste die Mutter eines zweijährigen Jungen im Düsseldorfer Strandbad Lörick machen. Weil ihr Kind unbekleidet im Planschbecken gespielt hatte, mussten beide das Freibad verlassen.

Der Fall ereignete sich am Dienstagnachmittag. Der Bademeister hatte die Mutter wohl zunächst darauf hingewiesen, dass auch Kinder nicht nackt ins Wasser dürfen. Dieser Aufforderung sei die Mutter nach Zeugenaussagen, auf die sich die "Bild"-Zeitung beruft, aber nicht nachgekommen, sie soll sogar ausfallend geworden sein.

Von der Polizei aus dem Strandbad eskortiert

Daraufhin rief der Bademeister die Polizei. Die Beamten nahmen die Personalien der Mutter auf und "halfen dem Bademeister, das Hausrecht durchzusetzen", wie es ein Sprecher der Düsseldorfer Polizei gegenüber unserer Redaktion ausdrückt. Sprich: Sie eskortierten Mutter und Kind aus dem Strandbad. Ermittelt werde aber nicht, erklärt der Sprecher, der Vorfall habe keine strafrechtliche Relevanz.

Gegenüber unserer Redaktion rechtfertigt Romina Walterowicz, Sprecherin der „Bädergesellschaft Düsseldorf mbH“ den Rauswurf: "Es geht primär um den Schutz des Kindes, dazu um Hygiene." Wenn Fäkalien im Wasser landen, müsse das Becken den ganzen Tag gesperrt werden. "Deshalb bitten wir Eltern, ihren Kindern Schwimmwindeln anzuziehen." (dor)