Mottowagen: „Da sind echte Kracher dabei!“

Josef Hinkel steht vor der Wagenbauhalle und blickt in die Sonne, die vom strahlend blauen Himmel scheint. „So wird’s auch Rosenmontag, das bestätigen alle Wetterprognosen. Besser geht’s nicht“, frohlockt der CC-Boss beim Richtfest der Karnevalisten. 300 geladene Gäste feierten gestern in der Wagenbauhalle. Die meisten von ihnen sind freiwillige Helfer der Vereine, die mit viel Zeitaufwand an den Motivwagen gewerkelt haben. Für sie gab es Dankesworte, Orden, Gulaschsuppe, Alt und Musik. Auch das Prinzenpaar und OB Thomas Geisel fanden lobende Worte.

Den CC-Verdienstorden bekam Theo Nöting, der nach gefühlten 100 Jahren Amtszeit als „närrischer Schutzmann“ verabschiedet wurden. Als seinen Nachfolger begrüßten die Narren Manfred Woyke, der heute beim Kinderumzug durch die Altstadt seine Premiere feiert.

Während die 64 Wagen der Vereine und Sponsoren startklar sind, feilt Jacques Tilly weiter an den Motto-Vehikeln. Denn an zweien der insgesamt zwölf Pappmaché-Karikaturen arbeitet er noch, greift aktuell brisante Themen auf wie die Ukraine-Krise. „Da sind auch diesmal wieder echte Kracher dabei. Die Leute werden staunen, wenn wir am Montag die Geheimnisse lüften“, verspricht Hinkel.

Derweil warnt der Kriminalpräventive Rat (KPR) in der heißen Phase der Session nochmals eindringlich vor so genannten K.O.-Tropfen. Diese farb-, geruchs- und geschmacksneutralen Betäubungsmittel kommen in Kneipen und Diskotheken zum Einsatz. Die Täter mischen sie ihren Opfern, wenn gefeiert wird und ausgelassene Stimmung herrscht, in die Getränke. Ziel ist es, die Opfer mit den Tropfen kurzzeitig orientierungs-, hilf- oder willenlos zu machen. So können die Täter sie sexuell missbrauchen oder ausrauben.

Hier einige Tipps, wie Betroffene und ihre Freunde sich im Verdachtsfall verhalten sollten und was sie im Notfall tun können: In Kneipen und Diskotheken das eigene Glas nicht unbeaufsichtigt stehen lassen. Vor dem Gang zur Tanzfläche oder zur Toilette das Glas möglichst austrinken. Hat die Möglichkeit bestanden, dass jemand unbemerkt etwas in das Glas getan haben könnte, zur eigenen Sicherheit ein neues Getränk bestellen. Bei plötzlicher Übelkeit, Schwindel oder Unwohlsein Freunde oder das Personal des Betriebes ansprechen. Nur mit Freunden oder Vertrauenspersonen den Ort verlassen. Nie mit Fremden mitgehen. Wenn jemand in einer Kneipe oder Disco plötzlich über Übelkeit, Schwindel oder Unwohlsein klagt, seine Aussagen ernst nehmen und Freunde sowie Personal hinzuziehen. Wenn es dem Menschen erkennbar sehr schlecht geht, sollte ein Krankenwagen alarmiert werden. Wer den Verdacht hat, unter Einfluss von K.O.-Tropfen geraten zu sein, sollte den Polizeinotruf 110 wählen.