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Modenschau auf dem Kö-Graben abgesagt

16.07.2009 | 16:51 Uhr
Modenschau auf dem Kö-Graben abgesagt

Düsseldorf. Der Designer Philipp Plein wollte seine Models bei einer Schau im Vorfeld der Messe CPD quasi übers Wasser schweben lassen. Nun hat er aber zu wenig Zeit für die aufwändigen Vorbereitungen und das Spektakel fällt aus.

Wär' schön gewesen! Der Modedesigner Philipp Plein, der Barbies von der Originalpuppe bis zu Heidi Klum ausstaffiert, plante eine spektakuläre Modenschau auf dem Kö-Graben - als Glamour-Funken am Vorabend der Düsseldorfer Modemesse CPD (26. bis 28. Juli). „Eine spontane Idee”, so sein Sprecher Alain Midzic. Doch nun wurde das Spektakel kurzfristig abgesagt.

Der Mode-Designer Philipp Plein

Ein 200 Meter langer Laufsteg sollte über dem Kö-Graben schweben, die Models mit Pleins Party-Mode quasi übers Wasser gehen - so jedenfalls sollte der optische Eindruck sein. Aber der Aufwand wurde wohl unterschätzt. Midzic: „Der Kögraben ist ja eine Art Naturdenkmal. Da müssten erst mal Taucher den Grund untersuchen, damit dann das Gewicht des Laufstegs berechnet werden kann.” Das sei in so kurzer Zeit einfach nicht zu schaffen gewesen. Midzic versichert, dass die Show nun vielleicht für 2010 geplant würde.

An mangelnder Zusammenarbeit liegt es nicht

Die Kosten seien kein Problem gewesen. Auch von mangelnder Kooperation mit Igedo und Stadt könne keine Rede sein. Die Verwaltung habe beim ersten klärenden Gespräch mit 16 Mitarbeitern aus den unterschiedlichsten Ämtern teilgenommen – vom Bau- bis zum Gartenamt. Und bekam danach von den Modeleuten attestiert: „Die Stadt will wirklich was verändern.”

Die geplante Show von Philipp Plein könne man auch als Bekenntnis zu Düsseldorf verstehen und als Versuch, „der CPD ein bisschen Glanz zu verleihen.” Wie das bei der Modemesse in Berlin so selbstverständlich war? Midzic: „Zwischen Berlin und Düsseldorf liegen Welten.” Aber er sieht auch die Nachteile der Hauptstadt: „Zu groß, zu lange Wege.” Und die Vorteile von Düsseldorf: „Die Infrastruktur ist phantastisch.” Zudem sehe man an der Spree im Stadtbild keine spektakuläre Mode. Wohl aber am Rhein und das sei kein Klischee. „Wenn Sie Mode sehen wollen, müssen Sie auf die Kö.”

Ute Rasch

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