Miriam Koch will den ,,Standort scharf machen’’

Flüchtlingsbeauftrage Miriam Koch.
Flüchtlingsbeauftrage Miriam Koch.
Foto: Mickeler Garcia
Was wir bereits wissen
Stadt und Bürger stellten jetzt eine neue Webseite für koordinierte Unterstützung online. Sie soll Hilfe für Flüchtlinge flexibler machen.

Düsseldorf..  Durch den Krieg in Syrien, die Gräueltaten des IS und durch viele andere Bedrohungen kommen Flüchtlinge zu uns nach Düsseldorf und suchen Schutz und Sicherheit. Freiwillige und engagierte Bürger, die diesen Menschen helfen möchten, finden seit gestern auf einer neuen Homepage Informationen und Auskunft darüber, wo und wie sie Hilfe leisten können: fluechtlinge-willkommen-in-duesseldorf.de.

,,Besonders in den kalten Januartagen gab es in den sozialen Medien, wie Facebook und Twitter, immer wieder Anfragen Düsseldorfer Bürger: Wie können wir Flüchtlingen helfen?’’ berichtet Miriam Koch, Flüchtlingsbeauftragte der Stadt Düsseldorf.

Homepage ging Donnerstagabend online

Und auch die Flüchtlingsinitiative Stay! berichtet: ,,Es gibt viele Menschen, die helfen möchten, und jetzt gibt es auch eine Plattform, auf der sie konkrete Informationen finden können, wo sie helfen können.’’ In Kooperation mit der Stadt, der Flüchtlingshilfe Stay! und einen Zusammenschluss mehrerer Bürger ging die Homepage am Donnerstagabend online unter dem Motto: ,,Flüchtlinge willkommen in Düsseldorf’’.

Kategorisiert nach Stadtbezirken, zeigt sie an, wo Patenschaften für Flüchtlinge, Kleidung, Hygieneartikel, Begleitung zu Ämtern oder Behörden benötigt werden. ,,Die Hilfe musste endlich Standort-scharf gemacht werden, und wir müssen flexibler werden, um besser improvisieren zu können’’, sagt Miriam Koch.

Genau das wurde jetzt mit der neuen Homepage realisiert. Wenn beispielsweise in Gerresheim jemand mit anpacken möchte, jedoch kein Auto zur Verfügung hat, um weitere Stecken zurückzulegen, so kann er sich auf dieser Homepage bequem und einfach darüber informieren, welche Projekte unmittelbar in seiner Nachbarschaft noch tatkräftige Hilfe oder Spendengaben benötigen. Eine eigentlich sehr einfache Koordination von Angebot und Nachfrage.

Die Homepage ist übersichtlich gestaltet, ideal auch auf dem Smartphone benutzbar und wird in Zukunft hoffentlich viel genutzt – erwarten Stadt und mitorganisierende Bürger. Auch die Flüchtlinge selbst können die Internetseite besuchen, die bereits auf neun Sprachen übersetzt wurde, um sich über soziale und kulturelle Projekte zu informieren.

Die Homepage kann auch als politisches Zeichen gesehen werden. Die Organisatoren wollen deutlich machen, dass Flüchtlinge in Düsseldorf willkommen sind und den Bürgern den Kontakt zu ihnen erleichtern, um einander zu bereichern und kennenzulernen.