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Betrug

Millionen-Betrüger fliegt bei Passkontrolle am Flughafen auf

22.05.2013 | 17:12 Uhr
Millionen-Betrüger fliegt bei Passkontrolle am Flughafen auf
Bei einer Passkontrolle flog der Millionen-Betrüger auf.Foto: Sergej Lepke

Düsseldorf  Über 36.000 Betrugsfälle werden ihm zur Last gelegt: Einen Millionen-Betrüger hat die Polizei am Dienstag am Düsseldorfer Flughafen festgenommen. Am Telefon soll der 43-Jährige seinen Opfern Beteiligungen an Lotto-Gemeinschaften verkauft und sie dabei um insgesamt mehrere Millionen Euro geprellt haben.

Ein Millionen-Betrüger ist der Bundespolizei am Dienstag ins Netz gegangen. Bei der Einreisekontrolle eines Fluges von Antalya wurde der 43-Jährige überprüft. Bereitwillig legte er seinen Pass der Bundespolizei am Düsseldorfer Flughafen vor. Bei der Prüfung fiel den Beamten eine Fahndungsnotierung der Staatsanwaltschaft Bielefeld auf: Der 43-Jährige wurde per Untersuchungshaftbefehl gesucht.

In der Zeit von April 2009 bis Juli 2010 soll der Deutsche in insgesamt 36.075 Fällen einen rechtswidrigen Vermögensvorteil verschafft haben. Telefonisch vertrieb er Beteiligungen an Lottospiel-Gemeinschaften. Mit monatlichen Beiträgen zwischen 50 und 60 Euro, die per Lastschriftverfahren vom Konto abgebucht wurden, sollten sich seine Opfer an Spielgemeinschaften und Lottosystemen beteiligen.

Die Staatsanwaltschaft Bielefeld geht von einem Gesamtschaden von mehreren Millionen Euro aus. Der in Spanien lebende deutsche Staatsbürger wurde festgenommen und dem Haftrichter beim Amtsgericht Düsseldorf vorgeführt.



Kommentare
23.05.2013
02:59
Millionen-Betrüger fliegt bei Passkontrolle am Flughafen auf
von StefanKaufmann | #3

@Tom

Hier ist überhaupt nicht die Rede von überzogenen Renditeversprechen.

Solche Banden suchen sich potentielle Opfer sehr gern unter älteren oder ausländischen Mitbürgern, die einer möglichen Lastschrift nicht widersprechen. Wenn also einmal Ihre Eltern oder Großeltern im hohen Alter auf solche Betrüger reinfallen, müssen Ihre Verwandten in die nächste JVA?

Oder der Outbound-Call erfolgte über die Teilnahme an anderen Gewinnspielen. Sie können ja einmal "Raab, Gewinnspiel, Abzocke" googeln. Die Daten zahlreicher Anrufer wurden damals einfach weitervermittelt. Die Teilnehmer dachten dann, Pro7 würde bei Ihnen anrufen.

Natürlich kann man Lastschriften widersprechen, aber den Betrügern kommt es auf die Masse an und der Jura-Professor zählt nicht zur möglichen Klientel.

Ansonsten: Kompliment an die aufmerksamen Beamten.

22.05.2013
19:03
Millionen-Betrüger fliegt bei Passkontrolle am Flughafen auf
von tom009 | #2

nicht der betrüger sollte in den knast sondern die bekloppten die solche dinge kaufen.
ich sehe da deren dollarzeichen in den augen wegen der gier die diese haben.

wie bescheuert muß man sein darauf reinzufallen.

ist genauso als würde ein sparkonto 25% zinsen hergeben.

sich mal fragen woher diese rendite kommen soll oder kann tut da ja keiner.
im gegenteil.
da wird dann noch fleißig unter freunden und bekannten geworben.

und wenn der traum dann platzt ist natürlich der böse böse bankberater alleine schuld.

und ich frage mich immer was ihr für probleme mit callcentern habt.
kann ich persönlich absolut nicht bestätigen.

22.05.2013
18:37
Millionen-Betrüger fliegt bei Passkontrolle am Flughafen auf
von Aufmerksamer2013 | #1

Und wieder einer Mehr für den Knast, ich hoffe die ganzen Callcenter mit ihrerm Telefontrerror sind bald die Nächsten.

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