Meilo, Milla und Tanto – auf dem Weg zu Wadenbeißern

Starke neue Teams für die Diensthundestaffel der Düsseldorfer Polizei: (v.l.) Hans-Dieter Kaufmann (56) mit Meilo, Lessly Harden (38) mit Tanto und Michael Vollmer (46) mit Milla.
Starke neue Teams für die Diensthundestaffel der Düsseldorfer Polizei: (v.l.) Hans-Dieter Kaufmann (56) mit Meilo, Lessly Harden (38) mit Tanto und Michael Vollmer (46) mit Milla.
Foto: Christina Görtz
Was wir bereits wissen
Die Diensthundestaffel der Düsseldorfer Polizei hat mit Meilo, Milla und Tanto jetzt Verstärkung bekommen. Das sind drei Belgische Schäferhunde – und sooo süß.

Düsseldorf..  Der Weg zum Wadenbeißer kann steinig sein. Und auch in der härtesten Ausbildung braucht man mal eine Pause. Meilo, Milla und Tanto nutzten diese Auszeit gestern auf der Rheinwiese am Mannesmannufer zum Toben. Das lockte viele Schaulustige an, die ihre Handys aus der Tasche holten und ein Foto machten. Denn bei dem Trio handelt es sich um Schäferhunde, sie sind die jüngsten Mitarbeiter der Polizei – und sooo süß.

Noch. Denn Meilo, Milla und Tanto werden bald ihre vier- und zweibeinigen Kollegen der Diensthundestaffel der Düsseldorfer Polizei unterstützen. Derzeit haben ihre Herrchen – Hauptkommissar Hans-Dieter Kaufmann (56) und die beiden Oberkommissare Michael Vollmer (46) und Lessly Harden (38) – alle Hände voll zu tun, um die Jungspunde in die Spur zu bringen. Die drei Malinois (die Rasse ist eine Varietät des Belgischen Schäferhundes), die aus einem E-Wurf kommen, werden zu Schutzhunden ausgebildet.

Auf Kommandos hören

„Das heißt, dass sie irgendwann auf Kommando beißen müssen“, sagt Hans-Dieter Kaufmann, dessen Schützling Meilo (achteinhalb Wochen) nun schon festes Familienmitglied ist und bei ihm im heimischen Garten in Langenfeld-Reusrath trainiert wird. „Wenn die Tiere besonders talentiert sind, können wir sie noch zu Spürhunden ausbilden“, so Kaufmann. Dafür müsste allerdings auch der Spieltrieb besonders ausgeprägt sein. Das erkennt in der Regel aber nur der Fachmann.“

Wenn die Hunde dann soweit sind, einen Ganoven zu stellen, dann wird es für den nicht lustig. „Wir müssen den Dieb warnen, bevor wir den Hund einschalten“, sagt Kaufmann. Das geschieht in der Regel mit einem „Halt, bleiben Sie stehen, oder ich setze den Diensthund ein“. Falls der Tatverdächtige nicht reagiert, bekommt der Hund die Anweisung „voran“. Tatsächlich werden die meisten Gejagten mit einem Biss in die Wade unschädlich gemacht – wenn sie am Boden liegen und nach den Tieren treten.

Während Rüde Meilo und Hündin Milla noch Welpen sind, kann man beim Rüden Tanto schon erahnen, dass er bald ein guter Schutzhund sein wird, bei dem die Einbrecher nichts mehr zu lachen haben. Tanto ist sieben Monate jung und so etwas ähnliches wie ein Halbstarker. Er bellt, spielt sich auf und schaut sogar schon anderen Hündinnen hinterher...