Mehr Betreuer für die Flüchtlinge

Der von OB Thomas Geisel initiierte Runde Tisch zu Asylfragen traf sich gestern zu seiner dritten Sitzung. Die soziale Betreuung der Flüchtlinge konnte weiter ausgeweitet werden. So wurde der Personaleinsatz zur sozialen Betreuung der Flüchtlinge inzwischen auf 9,5 Stellen aufgestockt und eine Clearingstelle für die akute medizinische Versorgung von Menschen ohne gültige Ausweispapiere eingerichtet. Willkommensmappen für Flüchtlinge liegen nun in sechs Sprachen vor. Darin wird ein Überblick über verschiedene Antragsmöglichkeiten gegeben, beispielsweise für das Sozialticket und einen Krankenschein.

Die DEG hat eine Eislaufschule für Flüchtlingskinder eingerichtet und der DSV 04 bietet in Lierenfeld verschiedene Sportangebote an. Die Sparte Jiu-Jitsu der Betriebssportgemeinschaft der Stadtverwaltung engagiert sich ebenfalls. Ehrenamtliche Sprach- und Kulturmittlerinnen und -mittler unterstützen die offiziellen Betreuer, beispielsweise bei Behördengängen oder Arztbesuchen, und leisten Hilfestellung bei Übersetzungen inklusive sämtlicher Post, beim Ausfüllen von Formularen oder der Stärkung der Alltagskompetenz. Zum 1. Januar waren 2140 Flüchtlinge in Düsseldorf untergebracht. Sozialdezernent Burkhard Hintzsche erwartet, dass deren Zahl auf rund 4000 Personen ansteigen wird. Bis zum Jahresende müssen in Düsseldorf insgesamt 3900 zusätzliche Plätze zur Unterbringung von Flüchtlingen geschaffen werden, da einige Quartiere beispielsweise nur befristet zur Verfügung stehen.