Mehr als 1000 Notrufe
04.08.2008 | 10:55 Uhr 2008-08-04T10:55:00+0200So viel Arbeit hat die Feuerwehr lang nicht erlebt: Über tausend Notrufe gingen von Sonntagabend bis Montagfrüh in der Zentrale ein. Der starke Regen traf vor allem die linksrheinischen und nördlichen Stadtteile schwer.
So viel Arbeit hat die Feuerwehr lang nicht erlebt. Starker Regen hatte am späten Sonntagabend vor allem die linksrheinischen und nördlichen Stadtteile schwer getroffen. 360 Einsatzkräfte von Berufsfeuerwehr, Freiwilliger Feuerwehr und Technischem Hilfswerk waren im Einsatz. Bis 16 Uhr wurden 350 Einsätze registriert. Kellerräume, Garagen, aber auch Wohnungen liefen voller Wasser. Verletzt wurde niemand, der Sachschaden liegt im hohen sechsstelligen Bereich. Die erste Meldung kam um 23 Uhr von der Rotterdamer Straße in Golzheim. Danach waren die Helfer von Lierenfeld bis Lichtenbroich und von Niederkassel bis Gerresheim im Einsatz.Für Empörung bei der Feuerwehr sorgte ein Hausbesitzer an der Kalkarer Straße, über dessen Grundstück die Schlauchleitungen verlegt werden sollten. Er verweigerte den Einsatzkräften den Zutritt zum Garten. „Er sagte, ,damit hab' ich nix zu tun' und hat die Tür zugeknallt”, berichtete Feuerwehrsprecher Heinz Engels der NRZ.
Stromversorgung in Wohnstift getrennt
Einen Deich aus Sandsäcken baute die Feuerwehr an der Schanzenstraße in Oberkassel: Ein Lagerkeller mit Kunstgegenständen drohte voll zu laufen. In einem Haus an der Schiessstraße standen um 1.17 Uhr 12 000 Liter Wasser in der Wohnung sowie im Keller. Die Stromversorgung war betroffen, und das Wasser stand unter Spannung. Die Stadtwerke trennten die Stromversorgung zur Sicherheit ab. Die 68-jährige Mieterin musste in einer Notunterkunft übernachten.Im Wohnstift Haus Lörick liefen um 2.56 Uhr rund 500 000 Liter Wasser in Kellerräume und Aufzugschächte. Die Heizungsanlage war ebenfalls betroffen. Alle Wohnungen mussten von der Stromversorgung getrennt werden. An der Mercedesstraße pumpte die Feuerwehr das Wasser von dem Gelände ab, auf dem der Zirkus „Flic-Flac” gastiert.Viele Gullys, Unterführungen und Tunnelanlagen waren völlig überlastet. Das Wasser stand auf den Fahrbahnen und behinderte den Verkehr. Unter anderem musste die A 44 im Kreuz Düsseldorf Nord stundenlang gesperrt werden.
12:33
Zu dem Hausbesitzer auf der Kalkarer Strasse kann ich nur Folgendes sagen: Düsseldoofer!
Hoffentlich ist er beim nächsten großen Regn/Sturm derjenige, der Hilfe braucht (und die FW-Leute erinnern sich an seine jetzige HILFE).
11:01
Hoffentlich habt ihr nicht so große Schäden wie vor 8 Tagen in Dortmund