Mann wegen Bierflaschen-Wurf auf Polizeiauto verurteilt

Das Amts- und Landgericht Düsseldorf. Foto: Uwe Schaffmeister
Das Amts- und Landgericht Düsseldorf. Foto: Uwe Schaffmeister

Düsseldorf.. Pech für den angeheiterten Rüpel: Der späte Heimkehrer machte seinem Ärger über ein im Weg stehendes Auto Luft, seine Bierflasche landete hart auf der Motorhaube, Bier ergoss sich übers Blech. Doch der Wagen war nicht leer: In ihm saßen zwei Zivilpolizisten bei einer nächtlichen Beobachtung. Jetzt stand der Hilfsarbeiter (31) wegen Sachbeschädigung vor dem Düsseldorfer Amtsgericht.

Er war per Strafbefehl zu 1000 Euro verurteilt worden, hatte Einspruch eingelegt. Den Hergang gab er zu: Er war an dem 8. Januar gegen 3.30 Uhr mit seinem Kumpel die Ellerstraße Richtung Hauptbahnhof entlang gegangen.

Dabei mussten sie einen BMW vor einer Garage umrunden. Beim Fluchen darüber sei er wohl mit der Flasche an die Motorhaube geraten. Dann sei das Bier hochgeschäumt. „Das war aber nicht mit Absicht“, beteuerte der Angeklagte. Das Auto habe auch wirklich sehr schlecht gestanden.

Nach Angaben der Polizisten war auf dem Gehweg noch ein Meter Platz gewesen. Und er habe mit voller Absicht die Flasche auf die Motorhaube gehauen, dann Bier nachgegossen. Im Lack waren Kratzer, auch die Riffelung eines Bierflaschenbodens zurückgeblieben. Geschätzte Kosten: 500 Euro. Das Gericht reduzierte die Geldstrafe schließlich auf 500 Euro, auch weil die Polizei wohl noch den Schaden geltend machen werde.