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„Man darf Tiere nicht brechen“

25.01.2012 | 17:23 Uhr
„Man darf Tiere nicht brechen“
Stephanie Probst, hier mit einem Kamel und einem Watussi, ist mit 25 Jahren Europas jüngste Tiertrainerin. Foto: Kai Kitschenberg

Düsseldorf.Tierliebe ist das Erfolgsrezept von Stephanie Probst (25): Europas jüngste Trainerin gastiert ab dem heutigen Donnerstag auf dem Staufenplatz in Düsseldorf.

Mit Pampers hat sie bereits als Baby auf Ponys gesessen, mit sechs stand sie mit ihrer eigenen Pony-Dressur in der Manage. Heute ist Stephanie Probst jüngste Tiertrainerin Europas. „Tiere sind mein Leben“, erzählt die zierliche Blondine, die ab heute mit dem elterlichen „Circus Probst“ am Staufenplatz gastiert.

Stephanie Probst mit einem Watussi vor dem Zelt des „Circus Probst“ auf dem Stauenplatz in Düsseldorf. Sie ist Europas jüngste Tiertrainerin. Foto: Kai Kitschenberg

Ausschlafen gibt’s für dieTierlehrerin nicht. Ab 8 Uhr steht sie im Zelt, arbeitet bis 12 Uhr mit ihren Tieren in der Manege. Acht Nummern hat sie im Repertoire, beim Gastspiel in Düsseldorf werden pro Vorstellung zwei gezeigt. Das Talent von Stephanie ist vielfältig: Nicht nur mit Pferden arbeitet die Tierpädagogin, auch mit Kamelen, Dromedaren und Zebras.

Dass die Tiere ihren eigenen Kopf haben und manchmal keine Lust haben, das zu machen, was sie will, hat sie schon mehrfach erfahren. „Bereits morgens weiß ich, welche Tiere einen schlechten Tag haben und wie die Vorstellungen laufen“, erzählt sie. „Das ist eben wie bei uns Menschen.“ Doch ihre Tiere werden zu nichts gezwungen: „Man darf Tiere nicht brechen. Die Kunst besteht darin, auf sie einzugehen.“ Wenn’s mal schlecht läuft, bekommen das nicht ihre Tiere ab sondern ihre Familie. „Mit den Tieren ist sie total lieb, genervt lässt sie dann aber bei uns die Luft ab“, erzählt Stephanies Schwester Sonja (27) lachend.

Am schlimmsten war Stephanies erster Auftritt. „Mit sechs Jahren alleine im weißen Kostüm mit vier kleinen Ponys“, erzählt sie. „Und dann habe ich während Nummer in der Manage geweint, weil die Ponys mich völlig verarscht haben…“ Ihr Lehrer Uwe Schwichtenberg, Star-Dompteur im DDR-Staatszirkus, stand hinter den Kulissen und hat gelacht. Heute passiert Stephanie so etwas nicht mehr, geweint hat sie seit dem nicht mehr – aber eine Menge dazu gelernt.

Nach der Premiere am heutigen Donnerstag um 16 Uhr wird gefeiert: Abends geht’s mit den jungen Leuten aus dem Zirkus in die Altstadt. Geburtstag wird gefeiert: Denn Europas jüngste Tiertrainerin wird 25 Jahre alt.

Vorstellungen sind bis 12. Februar jeweils mittwochs, freitags und samstags um 16 und 19.30 Uhr, donnerstags um 16 Uhr, sonntags um 11 und 16 Uhr, am Staufenplatz in Düsseldorf-Grafenberg, Telefon 0175/7978449

Götz Middeldorf

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