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Magische Momente mit Oguz, Omar und Svetlana

22.01.2015 | 19:00 Uhr
Magische Momente mit Oguz, Omar und Svetlana
Das Duo The Liazeed hat sich auf Handstand und Pole spezialisiert, Es hat im Programm „1001 Nacht in Marrakesch“ zwei Auftritte.Foto: Apollo.

Düsseldorf.   Die neue Apollo-Varieté-Show „1001 Nacht in Marrakesch“ hat außergewöhnlichen Auftritte. So richtig in Schwung kommt die Show aber erst nach der Pause.

Wie Sterne funkeln die kleinen Lichter an der Decke und auf der Bühne. Die Pailletten der Tänzerinnen vom New Scala Ballett und der Akrobatinnen Erna Sommer (Luftakrobatik) und Odalisque (Antipoden) funkeln ebenfalls. Doch künstlerisch funkeln an diesem Abend im Apollo Varieté-Theater andere – nämlich die, die in der aktuellen Show „1001 Nacht in Marrakesch“ mit außergewöhnlichen Performances für die Aha-Momente sorgen.

Da ist Oguz Engin, der durch das Programm führt. „Der Türke“, wie er sich selbst nennt, gewinnt schnell die Gunst des Publikums, durch Charisma und gekonnten Witz. Wenn er zaubert, haben die Zuschauer Fragezeichen auf ihren Gesichtern. Wer von ihm auf die Bühne geholt wird, weiß am Ende im Zweifel nicht mehr, was da gerade passiert. So wie der verdutzte Banker Matthias im gefühlten Kommunionsanzug, der am Mittwoch mit zahlreichen WGZ-Kollegen der Pressepremiere beiwohnte. Matthias traute bei Engins Münztricks seinen eigenen Augen nicht mehr. Die Kollegen johlen.

Perfektes Schwarzlichttheater

Da ist auch der Magier Omar Pasha, der gemeinsam mit seinem Sohn Louis modernes Schwarzlichttheater in Perfektion auf die Bühne bringt. Er malt Gegenstände ins Nichts, zaubert Menschen weg und wieder her und lässt Flammen quer über die Bühne wandern. Auch der Pantomime Sofiane Aberkane sorgt für Aha-Momente, als er sich als Marmorstatue zum Leben erweckt. Nicht nur er, sondern auch sein „zweites Gesicht“, das sich in alle Himmelrichtungen zu drehen scheint. Schon alleine wegen der seltenen Optik ist das ein Höhepunkt des Abends.

Wie auch der letzte Auftritt: Als Svetlana Goncharenko anmutig auf die Bühne schreitet, liegt die Vermutung nahe, eine Akrobatin vor sich zu haben. Doch Goncharenko hat sich der Sandmalerei verschrieben, steht selbst im Hintergrund und zaubert mit Licht, Sand und Musik Minuten, in denen sich der Zuschauer von ihren Bildern mitnehmen lässt, träumt und erst erwacht, als die Musik wieder aufhört und sie „The End“ in den Sand schreibt.

Das Programm wird durch Kraftvolles komplettiert. Wer dem Duo The Liazeed zuschaut, das sich auf Handstand und Pole spezialisiert hat, könnte denken, dass es genauso einfach ist, auf Händen zu gehen wie auf Füßen. Die Gruppe Nafsi African macht dem „Djamaa el Fna“, dem Gauklerplatz in Marrakesch, auf dem dieses Programm verortet ist, Tribut und wartet mit Akrobatik und Streetdance auf.

Apropos Nafsi African: Man kann sich darüber streiten, ob es lustig ist, wenn sich Dunkelhäutige selbst als ständig witzelnde, seltsame Laute von sich gebende Künstler präsentieren, die in einem Sketch mit Moderator Engin auch Uhrenverkäufer am Strand und Brieftaschendiebe mimen. Fakt ist: Das Afrika-Quartett nimmt – wie auch die gesamte, wie immer liebevoll choreografierte Show – in der zweiten Hälfte deutlich an Fahrt auf.

Christina Görtz und Stephan Wappner

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Magische Momente mit Oguz, Omar und Svetlana
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2015-01-22 19:00
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