Mäuse in der mexikanischen Gaststätte

Seit dem Jahreswechsel hat ein mexikanisches Lokal in der Altstadt seine Pforten geschlossen. Bedauert hat das gestern im Amtsgericht niemand, als dort über eine frühere Lebensmittel-Kontrolle verhandelt wurde. Im April 2014 hatten Kontrolleure entdeckt, dass in der Küche die Mäuse über Tische und Bänke gegangen waren. Gegen 8000 Euro Strafe wegen hygienisch unhaltbarer Zustände hat die Geschäftsführerin (34) erfolgreich protestiert. Weil sie nachweisen konnte, dass sie im Mutterschutz war, wurde sie freigesprochen. Dafür geriet ihr damaliger Betriebsleiter (41) ins Visier. Die Küche roch nach Kanal, Mäusebefall wurde in der Küche entdeckt. Und doch wurden dort nach amtlicher Feststellung weiterhin Lebensmittel und Gerichte angeboten, die wegen der unhygienischen Zustände zum Verzehr aber längst nicht mehr geeignet waren. Die Geschäftsführerin brachte als Zeugen gestern jedoch ihren damaligen Betriebsleiter mit – und der gestand: „Ich war verantwortlich!“ Seiner Ex-Chefin blieb die Strafe damit erspart. Doch jetzt wird gegen den Ex-Betriebsleiter ermittelt.