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Prozess

Macho-Manne kommt zweieinhalb Jahre ins Gefängnis

18.10.2009 | 13:33 Uhr

Düsseldorf. Für Macho-Manne, den mutmaßlichen Heiratsschwindler, der letzte Woche eine Düsseldorfer Richterin sitzen ließ, gab es jetzt eine dicke Packung: Das Landgericht Wuppertal verurteilte ihn zu zweieinhalb Jahren Gefängnis, weil er Frauen die EC-Karten stahl und ihre Kontos plünderte.

Der Mann, der bundesweit Frauen ausgenommen haben soll, hätte am letzten Mittwoch auch vor dem Düsseldorfer Amtsgericht stehen sollen. Er kam nicht, weil er im Wuppertaler Gefängnis auf den Berufungsprozess wartete, der ihm jetzt die harte Strafe einbrachte.

Ein Jahr Gefängnis war der Staatsanwaltschaft zu wenig dafür gewesen, dass er einer Frau, die er zuvor übers Internet kennengelernt hatte, die EC-Karte gestohlen und ihr Konto geplündert hatte. Das Gericht ging noch über die Forderung hinaus. Er habe in der Verhandlung einen katastrophalen Eindruck gemacht, bescheinigte der Richter. Er schiebe die Schuld stets auf andere, lasse sich von Haftstrafen nicht beeindrucken. Der jetzt angeklagte Fall sei „nur die Spitze des Eisbergs”.

Gericht sah Fluchtgefahr

Dem werden die geschädigten Frauen zustimmen, die sich zu einer Selbsthilfegruppe zusammengetan haben. Sie mussten die Justiz erst darauf aufmerksam machen, dass der Frauenbetrüger in vielen Städten aktiv war. Der Richter ordnete auch an, dass Macho-Manne in Haft bleibt. Normalerweise treten Verurteilte ihre Strafe erst einige Wochen später an. Bei dem 44-Jährigen sah das Gericht aber Fluchtgefahr. So stehen die Chancen gut, dass Macho-Manne im Januar zur Neuauflage des Düsseldorfer Prozesses pünktlich erscheint.

Katharina Rüth

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