Lücken füllen für die Radler

Düsseldorf will die Wirklichkeit dem Siegel „Fahrradfreundliche Stadt“, das sie seit vielen Jahren trägt, anpassen. Zentrales Element dieses Vorhabens ist der Ausbau eines stadtweiten Radhauptnetzes. Dabei sollen alle Lücken geschlossen und die Hauptrouten für Schnellfahrer ausgebaut werden. Im Prozess sollen auch – zweites wichtige Absicht der Ampel-Kooperation – die Bürger beteiligten werden. Die erste große Veranstaltung ist für kommenden Montag, 19 Uhr, im Luisen-Gymnasium an der Bastionstraße 24 geplant. Dort informieren die Mitarbeiter des Verkehrsamts über aktuelle Entwicklungen im Radverkehr und nehmen die Wünsche der Besucher auf.

Innerhalb des Radhauptnetzes sollen für Radfahrer – vergleichbar mit dem Hauptstraßennetz für Kfz-Verkehr – leicht erkennbare und möglichst umwegfreie Hauptverbindungen innerhalb der Stadt entstehen. Auf den Wegen sollen Geschwindigkeiten von 20 bis 25 km/h für Radfahrer möglich seien – das besonders deshalb, weil immer mehr Menschen auf elektrobetriebene Pedelecs steigen. Zudem soll das Radnetz möglichst große Mengen an Radfahrern aufnehmen können; Fernziel ist ein Radfahrer-Anteil von mehr als 20 Prozent.

Das Gesamtkonzept des Radhauptnetzes wurde mit Unterstützung von Fachleuten erarbeitet und in einem Gutachten dokumentiert. Die Umsetzung begleitet die „Fachgruppe Radverkehr“, in der Vertreter aus Verwaltung und Politik, des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club, des Verkehrsclub Deutschland, eines Planungsbüros sowie bei Bedarf von Polizei und Rheinbahn zusammenarbeiten. Die Fachgruppe tagt alle zwei Monate und bespricht die einzelnen Maßnahmen, neuen Ansätze und eventuelle Pilotversuche. Um frühzeitig einen Konsens zu finden, werden die Bezirksvertretungen fortlaufend beteiligt.

Die Umsetzung des Radhauptnetzes ist mit der „Fachgruppe Radverkehr“ zunächst für zwei Jahre vorgesehen.