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Dügida-Demonstration

5500 Gegendemonstranten stellten sich Dügida in den Weg

12.01.2015 | 18:12 Uhr
5500 Gegendemonstranten stellten sich Dügida in den Weg
Während des Protestes der Dügida-Bewegung bleibt auch das Düsseldorfer Rathaus dunkel.Foto: Martin Gerten/dpa

Düsseldorf.  Breites Bündnis stellte sich am Montag gegen rund 350 Dügida-Demonstranten in Düsseldorf auf. Zwei Polizisten wurden verletzt. Der Tag zum Nachlesen.

Rund 5500 Gegendemonstranten standen am Montag bei der zweiten Dügida-Demonstration in Düsseldorf 350 Islamgegnern gegenüber. Durch Flaschenwürfe wurden zwei Polizisten verletzt. Am späten Abend musste der Hauptbahnhof gesperrrt werden. Der Tag in unserer Chronik.

22.30 Uhr: Der Hauptbahnhof ist jetzt wieder freigegeben. Die Demonstranten können nach Hause fahren. Wir schließen unseren Live-Ticker und wünschen eine Gute Nacht.

22.13 Uhr: Im Moment ist die Situation unübersichtlich. Die Polizei hat den Haupteingang zum Hauptbahnhof Düsseldorf gesperrt. Offenbar hatten einige Gegendemonstranten im Bahnhof eine Sitzblockade errichtet, um den Abzug der Dügida-Anhäger zu blockieren. Bei der Auflösung der Blockade ist es zu einer kleineren Rangelei zwischen Polizisten und linken Gegendemonstranten gekommen.

21.57 Uhr: "Insgesamt ist es ruhig geblieben", sagt ein Sprecher der Polizei Düsseldorf auf Nachfrage. Allerdings wurden zwei Polizisten verletzt.

21.51 Uhr: Noch immer stehen mehrere Hundert Gegendemonstranten vor dem Hauptbahnhof in Düsseldorf und skandieren: "Nazis Raus!". Die Dügida-Anhänger werden indes von einer Polizeieskorte vom Hauptbahnhof weggebracht.

21.48 Uhr: Die Dügida-Veranstaltung ist jetzt beendet.

21.42 Uhr: Dügida-Anführerin Melanie Dittmer kündigte gerade bei der Abschlusskundgebung am Hauptbahnhof erneut an, bis Ende April jeden Montag in Düsseldorf demonstrieren zu wollen.

21.31 Uhr: Mittlerweile läuft die Dügida-Abschlusskundgebung. Viel ist nicht zu verstehen, weil die Gegendemonstranten ordentlich Lärm machen.

21.16 Uhr: Jetzt ist der Dügida-Zug wieder am Düsseldorfer Hauptbahnhof angekommen. Begrüßt wird er von den Gegendemonstranten mit Sprechchören wie: "Ob Ost, ob West - nieder mit der Nazi-Pest."

21.03 Uhr: Der Dügida-Demonstrationszug bewegt sich jetzt zurück zum Hauptbahnhof, wo noch eine Abschlusskundgebung stattfinden soll. Am Bahnhof warten noch einige Hundert Gegendemonstranten.

20.47 Uhr: Ein Überblick über die Pegida-Demonstrationen und Gegendemonstrationen in Deutschland:

Leipzig: In der sächsischen Metropole versammelten sich nach Angaben der Stadtverwaltung rund 30 000 Menschen, um gegen den ersten "Spaziergang" des Pegida-Ablegers Legida zu protestieren. Wie viele Teilnehmer der Legida-Aufzug hatte, konnte die Polizei zunächst nicht sagen. Beobachter schätzen ihre Zahl auf 2000 bis 3000. Der Aufmarsch des islamfeindlichen Bündnisses wurde laut Polizei so massiv von Gegendemonstranten blockiert, dass er zunächst nicht starten konnte.

Dresden: Die größte Demonstration der islamfeindlichen Pegida-Bewegung fand wieder in der sächsischen Landeshauptstadt statt. Mehrere tausend Menschen folgten einem Aufruf zu einem Trauermarsch für die Opfer des islamistischen Terrors von Paris. Genaue Zahlen lagen zunächst nicht vor, auch die Zahl der Gegendemonstranten war vorerst unklar. Bereits am Samstag hatten in Dresden 35 000 Menschen für Weltoffenheit und Toleranz demonstriert.

Protest gegen Demo der Anti-Islam-Bewegung "Dügida" in DüsseldorfFoto: Federico Gambarini/dpa

Berlin: Nach Schätzungen der Polizei zogen rund 4000 Menschen vom Bundeskanzleramt zum Brandenburger Tor, um ein Zeichen für Toleranz zu setzen. Auf Transparenten hieß es: "Wir sind Charlie. Wir sind nicht Pegida." Auf der anderen Seite des Brandenburger Tores versammelten sich etwa 400 Anhänger des Berliner Pegida-Ablegers Bärgida.

München: In der bayerischen Landeshauptstadt demonstrierten rund 20 000 Menschen für Weltoffenheit. Ein breites Bündnis aus Parteien, Gewerkschaften, Kirchen und Antifa-Gruppen hatte den Aufruf "München ist bunt" unterstützt. Auch in anderen bayerischen Städten wie Würzburg und Nürnberg gingen zahlreiche Menschen auf die Straße.

Hannover: In der niedersächsischen Landeshauptstadt folgten nach Angaben der Veranstalter rund 17 000 Menschen einem Aufruf zu einer Demonstration gegen Pegida. Der Aufzug des örtlichen Pegida-Bündnisses mit rund 150 Teilnehmern wurde nach nur einer Stunde beendet. Proteste linker Gruppen verhinderten, dass die Demonstranten die geplante Route nehmen konnten.

Saarbrücken: Etwa 9000 Menschen gingen aus Protest gegen Pegida auf die Straße, darunter das gesamte saarländische Kabinett. Anlass war der erste Aufruf von Saargida, dem saarländischen Pegida-Ableger, an dessen Aufzug sich nach Polizeiangaben lediglich 200 bis 300 Menschen beteiligten. Zu Beginn der Gegendemonstration legten die Teilnehmer eine Schweigeminute für die Opfer der Terroranschläge von Paris ein.

Hamburg: In der Hansestadt demonstrierten laut Polizei rund 4000 Menschen gegen Terror, Rassismus und Ausgrenzung. Die Aktion stand unter dem Motto "Liberté, Égalité, Fraternité! Hamburg steht auf für Freiheit und Demokratie!". Teilnehmer waren unter anderen Integrationsstaatsministerin Aydan Özoguz und Bürgermeister Olaf Scholz (beide SPD).

20.40 Uhr: Unser Reporter meldet, dass der Zwischenkundgebung der Dügida nur noch rund die Hälfte der 350 Dügida-Demonstranten beiwohnen. Die anderen sind offenbar schon nach Hause gegangen. Indes wird in den Reden unter anderem das Freihandelsabkommen TTIP zwischen der EU und den USA kritisiert.

20.32 Uhr: Einer der Sprecher bei der Dügida-Demonstration beklagt, dass Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel nicht das Recht gehabt hätte, gegen die Dügida-Demo mobil zu machen. Es seien Hunderte Dügida-Anhänger nicht nach Düsseldorf gekommen, weil sie nach dem Aufruf von Geisel Angst gehabt hätten, zu demonstrieren.

Tja, das Oberverwaltungsgericht des Landes sieht das ein bisschen anders. (Siehe Eintrag von 18.25 Uhr)

20.17 Uhr: Die Dügida-Demo ist in der Innenstadt zum Halten gekommen und macht jetzt kehrt Richtung Hauptbahnhof. Dort soll es noch eine Abschlusskundgebung geben.

20.02 Uhr: An der Graf-Adolf-Straße sind offenbar einige Anwohner nicht mit der Demo der Dügida einverstanden. Einige stehen auf dem Balkon und trommeln auf Töpfen und Tellern, ein Anwohner schüttete einen Eimer Wasser über dem Demonstrationszug aus.

20.00 Uhr: Jetzt skandieren die Dügida-Anhänger: "Wir kriegen Euch alle". Eine Parole, die vor allem Nazis bei ihren Kundgebungen benutzen.

19.55 Uhr: Bisher meldet die Polizei keine besonderen Vorkommnisse. Allerdings habe ein Polizist leichte Verletzungen nach einem Flaschenwurf aus den Reihen der Gegendemonstration davon getragen.

19.48 Uhr: Mittlerweile zählt die Polizei rund 350 Dügida-Aktivisten, die sich jetzt in Bewegung gesetzt haben. Ihre Demonstrationsroute verläuft über die Karlstraße und die Graf-Adolf-Straße bis kurz vor die Berliner Allee und auf dem gleichen Weg wieder zurück zur Friedrich-Ebert-Straße. Ein großes Polizeiaufgebot sichert den Demonstrationszug.

19.41 Uhr: Unser Reporter meldet, dass der offizielle Teil der Gegendemonstration jetzt beendet ist.

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Kommentare
19.01.2015
17:29
5500 Gegendemonstranten stellten sich Dügida in den Weg
von Moderation | #23

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5500 Gegendemonstranten stellten sich Dügida in den Weg
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2015-01-12 18:12
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