Linksrheinische Pfarreien nun offiziell fusioniert

Das Datum steht lange fest, jetzt ist es soweit: Seit gestern sind die beiden linksrheinischen Pfarreien Heerdt/Lörick sowie Ober-/Niederkassel offiziell zu einer Großpfarrei unter dem Namen St. Antonius und St. Benediktus vereint.

Am kommenden Freitag, 9. Januar, wird die Fusion um 18 Uhr mit einer Festmesse in der Löricker Kirche St. Maria, Hilfe der Christen gefeiert. Im März ist die Neuwahl eines gemeinsamen Kirchenvorstandes für das gesamte katholische linksrheinische Düsseldorf. „Dann ist alles wieder so, wie es früher einmal war“, sagt Pfarrer Michael Dederichs.

Früher – als die Dörfer Ober-, Niederkassel und Lörick noch zur Landgemeinde Heerdt gehörten und alle unter dem Dach der St. Benediktuskirche vereint waren. Erst als diese zu klein wurde für die wachsende katholische Gemeinde, wurden in den 1909 eingemeindeten „Dörfern“ eigene Kirchen gebaut.

St. Antonius bleibt Pfarrkirche

Die fünf Kirchen sollen dann auch erhalten bleiben, denn die Fusion ist als ein rein verwaltungsinterner Vorgang angekündigt. „Das Leben der Gläubigen wird sich nicht ändern. „Einzig bei der Verwaltung werde viel eingespart“, sagt Pfarrer Dederichs, der überzeugt ist, dass die Fusion eine große Chance sei.

2007 hatte Erzbischof Joachim Kardinal Meisner die Neuordnung der Pfarreien beschlossen. Grund waren damals Sparzwänge, weil es immer weniger Katholiken und Priester gibt. Erst wurde im Linksrheinischen eine Pfarreiengemeinschaft mit einem Pfarrgemeinderat und zwei Kirchenvorständen gebildet.

Das Konstrukt hieß „Seelsorgebereich linksrheinisches Düsseldorf“ mit den Bereichen Heerdt/Lörick und Ober-/Niederkassel. Doch es war klar, dass das nur ein Übergang ist, denn die Fusion 2015 stand bereits fest. Und auch, dass es dann nur noch einen Kirchenvorstand mit Mitgliedern aus allen vier Stadtteile geben wird – so wie der Pfarrgemeinderat.

Die Pfarrkirche bleibt weiterhin St. Antonius, weil sie das größte Gotteshaus ist, und auch das Pastoralbüro bleibt an der Friesenstraße 81 bestehen.

Für die neue E-Mail-Adresse wurden Vorschläge gesammelt. Gewinner ist Falk Jansen. Sie lautet: Pastoralbuero@santobene.de.