Links kracht's
29.08.2009 | 06:00 Uhr 2009-08-29T06:00:00+0200Unmittelbar vor der Wahl werden im linken Lager Proteste gegen Ratsherr Frank Laubenburg laut. Er kassierte auch einen Strafbefehl und wehrt sich gegen Kritiker.
Düsseldorf. Passend zum Wahltag kracht's im Lager der Linkspartei. In einem offenen Brief erheben die Stadtbezirksgruppen Flingern und Gerresheim massive Vorwürfe gegen den Kreisvorstand und die Ratsfraktion der Linkspartei. Sie attackieren insbesondere den „allmächtig agierenden” Ratsherrn Frank Laubenburg sowie die Parteisprecher Helmut Born und Zeynep Dere. Die kritischen Stimmen in der Partei seien zu 100 Prozent entfernt worden, der kommunistische Bündnispartner (DKP) sei „arrogant” geschwächt worden, der Rest sei ein „Abnickverein”. Verwiesen wird auf „den Vorwurf des Straftatbestandes der Untreue” bei der Verwendung von Wahlkampfrücklagen.
Die Links-Protestler empfehlen sogar, in Flingern und Gerresheim nicht die eigene Linkspartei zu wählen, sondern die „Linke Liste Flingern” und in Gerresheim den DKP-Kandidaten. Dafür werben nun auch Aufkleber auf Plakaten von Laubenburg.
Gegen ihn wurde am Donnerstag ein Strafbefehl über 50 Tagessätze zu 20 Euro (1000 Euro) erlassen, weil er ein Mitglied in einer Sitzung beleidigt hatte. Gestern protestierte auch die Sprecherin der Linken, Zeynep Dere, gegen ihren Spitzenkandidaten. Laubenburg habe sie „zum wiederholten Male” diskreditiert und diffamiert. Laubenburg drohte der Sprecherin einen Parteiausschluss an.
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Laubenburg kann für die Linken kein Vorbild sein. Das hat er durch seine politisch abstoßenden Gebaren selbst zu verantworten. Die Kontraproduktivität in der Partei hat einen Namen: Laubenburg!.