Linke besorgt um Arbeitsfähigkeit des Kulturamts

Das Kulturamt der Landeshauptstadt Düsseldorf hat die Sitzungen des „Beirats für Tanz- und Theater“ sowie der „Jury Förderpreise für darstellende Kunst“ abgesagt. Der Grund: Aus personellen Gründen kann eine entsprechende Vorbereitung und Durchführung der Sitzungen seitens der Kulturverwaltung nicht sichergestellt werden.

Die Ratsfraktion der Linkspartei sieht im Kulturamt ähnliche Probleme aufkeimen wie schon in anderen unterbesetzten Ämtern. Hierzu erklärt Georg Blanchard, Mitglied der Ratsfraktion Die Linke: „Die Personaleinsparungen in der Stadtverwaltung – etwa 1000 Stellen sind unbesetzt – haben immer weiter reichende Folgen. Nach Kfz-Zulassungsstelle, Standesamt, Bauaufsicht und Gesundheitsamt ist das Kulturamt anscheinend das nächste städtische Amt, das seine Arbeit nicht mehr ordnungsgemäß erledigen kann. Die Ampelkooperation aus SPD, Grünen und FDP hält dennoch an ihrer 32 Millionen Euro Sparvorgabe fest.

Im Besonderen die Absage des Beirats für Tanz- und Theater könnte dramatische Folgen haben. So erklären die Sprecher der Freien Szene für Tanz und Theater, dass viele Künstlerinnen und Künstler sowie Ensembles durch die fehlende Mittelzusage in eine existenziell bedrohliche Situation gebracht werden. Ohne die Mittelzusage wird es keine neuen Produktionen geben – ein Teil-Zusammenbruch oder eine Auflösung von Ensembles könnte im schlechtesten Fall die Folge sein.

Die Linke wird die unhaltbaren Zustände im Kulturamt mit einer Anfrage in der nächsten Ratssitzung thematisieren.“