Laternen sollen Düsseldorfer Stadtmarke werden

Michael G. Meyer, Rainer Matheisen, Reiseveranstalter Günther Milz, Stadtführer Sebastian Hartmann und Walter Schuhen vom China-Center (von  links).
Michael G. Meyer, Rainer Matheisen, Reiseveranstalter Günther Milz, Stadtführer Sebastian Hartmann und Walter Schuhen vom China-Center (von links).
Foto: Andreas Endermann
Was wir bereits wissen
Stadtgrößen sollen mit Plaketten auf den Gaslaternen verewigt werden

Düsseldorf..  Köln hat den Dom, Paris den Eifelturm und Düsseldorf – als bald einzige Stadt auf der Welt – ein Gaslaternennetz. Diese Tatsache wollen sich Marketingexperten, Politiker und Tourismus bald zu Nutze machen. Ein „Creative Lamp Walk Of Fame“ (kreative Lampenmeile) soll Stadtgrößen aus Gesellschaftsbereichen wie Kunst und Kultur, aber auch Werbung und Industrie mit Plaketten auf den Laternen verewigen. Das soll das Profil Düsseldorfs schärfen und Gesprächsstoff auch für internationale Besucher liefern.

„Damit würden wir das Produkt Gaslaterne besser positionieren und den Stadtbewohner das Gefühl geben, mitten in der Geschichte zu stehen“, erklärte Marketing-Experte Michael G. Meyer die Idee. Die Plaketten sollen einen kurzen Text zu einer berühmten Person zeigen, über die ein über Smartphones auslesbarer QR-Code im Internet mehr Informationen bietet. Als prominente Düsseldorfer kämen laut Meyer neben bekannten Künstlern wie Günther Uecker, Filmemachern wie Wim Wenders auch Vertreter der Werbebranche wie BBDO-Gründer Vilim Vasata in Frage. „Das sind alles kreative Menschen, die den Charakter der Stadt prägen und prägten“, sagte Meyer. Welche Form die Plakette haben soll, stehe noch nicht fest, für historische Stadtteile wie die Innenstadt kämen auch Messingschilder in Betracht.

Zum Erhalt der Gaslaternen soll ein Sponsorenkonzept beitragen, bei dem Bürger und Vereine über eine Stiftung die Patenschaft für einzelne Laternen übernehmen. „Ich hoffe, dass das Konzept die Zustimmung der Verwaltung und Ampel-Partner findet“, sagte Rainer Matheisen (FDP), dessen Petition gegen den Ersatz der Laternen durch LED-Lampen mehr als 10 000 Bürger unterschrieben. Den „Walk Of Fame“ sollen Bürger frei oder in individuellen oder Gruppenführungen erleben können. (bur)