Langenfeld zieht positive Bilanz
17.01.2011 | 09:09 Uhr 2011-01-17T09:09:00+0100
Langenfeld.Langenfelds Bürgermeister Frank Schneider (CDU) spricht sich auf dem Neujahrsempfang der Stadt gegen einen Solidaritätsfonds für finanzschwache Kommunen aus
Mit einem herzlichen „Feliz ano novo“ eröffnete Bürgermeister Frank Schneider seine Rede beim gestrigen Neujahrsempfang in der Stadthalle. Hiermit grüßte er neben Vertreterinnen und Vertretern der Verbände und Vereine, den ortsansässigen Behörden, Einrichtungen und Unternehmen die portugiesische Generalkonsulin Maria Manuel Durão. Anlässlich des Mottojahres „bem-vindo Portugal“ war sie als Ehrengast der Veranstaltung anwesend.
Eine durchweg positive Bilanz zog Frank Schneider trotz schwieriger Haushaltslage aus seinem ersten Amtsjahr. Nach wie vor darf sich die Stadt Langenfeld neben sieben weiteren Städten und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen zu einer der wenigen schuldenfreien Kommunen zählen. Dies ist der Schlüssel zur Gestaltungsfreiheit der Stadt, der Spielraum lässt beim Bau von Kindergärten oder der Auflegung von Förderprogrammen.
Damit einher gehen niedrige Steuersätze und Gebühren, welche Langenfeld als Standort für Unternehmen attraktiv macht.
Familienfreundlichkeit ist ein weiterer Aspekt für Rat und Verwaltung, der als Katalysator für Wettbewerbsfähigkeit im Zuge des demografischen Wandels betrachtet wird. „Demografie-orientiertes Handeln bedeutet für uns jedoch nicht, sich im Wettrennen Kinderwagen gegen Rollatoren zugunsten des Nachwuchses aufzustellen“, versichert Schneider.
Die eigentliche Kunst liege in der Zusammenführung der Generationen, um einen für jede Altersgruppe wertvollen Wissens- und Erfahrungstransfer zu schaffen. Die 2010 erstmalig veranstaltete Familienmesse sei ein Schritt in diese Richtung.
Klimaschutz ist ein weiterer Schwerpunkt
Klimaschutz ist ein weiterer Schwerpunkt auf der Prioritätenliste der Stadt. Ein Zeichen dahingehend ist die Eröffnung des Green Economy Centers, einer zentralen Beratungsstelle für Klima- und Umweltschutz. Darüber hinaus bieten die Stadtwerke seit Beginn des Jahres Öko-Strom an.
Besorgt betrachtet der Bürgermeister die Pläne der rot-grünen Landesregierung. Finanzstarke Städte sollen in einen Solidaritätsfonds einzahlen, um die schwächeren zu unterstützen. „Für mich ist dies ein katastrophales Signal und beängstigend für die Zukunft unseres Landes, zeigt es doch, dass sich Leistung nicht mehr lohnt!“.
Der Umweltschutzpreis in diesem Jahr ging an den Verein „Waldkindergarten Langenfeld“, der sich mit großer Verantwortung dafür einsetzt, Kindern die Natur nahe zu bringen.
Ehrenmedaillen für besonderes soziales, kulturelles und gemeinschaftliches Engagement erhielten Ilka Gassmann sowie Gaby Matten. Als besondere Auszeichnung verlieh Frank Schneider einen Ehrenring der Stadt an Peter Klinkers. Als finanzpolitischer Sprecher und Fraktionsvorsitzender der CDU trug er großen Anteil an der Entschuldung der Stadt.
09:19
Ohne die Leistungen in Lfeld schmälern zu wollen, aber Dumping darf sich nicht mehr lohnen. Wer anderen Städten durch extrem niedrige Gewerbesteuersätze das Wasser abgräbt, darf sich nicht wundern, wenn diese nach einem Ausgleich rufen.