Kunst im Kreisel

Langenfeld..  Der erste Spatenstich für das neue Wohngebiet mit Ladenzentrum rund ums Gartencenter Berghausener Blumentopf ist in Sichtweite: Spätestens Anfang März soll der Bau des neuen Kreisverkehrs anstelle der Einmündung Theodor-Heuss-/Düsseldorfer Straße starten. Diesen Termin kündigte Investor Joachim Wollny jetzt an.

Der Inhaber der Fundus Objekt GmbH (Hürth) hat mit einem Geschäftspartner das insgesamt 45 000 Quadratmeter große Wiesengelände erworben, auf dem bis zu 300 Eigenheime und Wohnungen in bis zu dreigeschossigen Mehrfamilienhäusern entstehen sollen. Der Projektentwickler lässt auch die Erschließungsstraßen, den genannten und einen weiteren kleinen Kreisverkehr errichten, die dann an den Straßen-Landesbetrieb und die Stadt übergeben werden.

Nach Angaben des städtischen Verkehrsplaners Franz Frank wird der große Kreisel auf der Düsseldorfer Straße abschnittsweise so gebaut, dass Autos auch während der Arbeiten die viel befahrene Einmündung passieren können. Ist er fertig, soll er nicht nur seine Funktion erfüllen, sondern auch ein Hingucker sein.

Wettbewerb gestartet

Dazu hat die Stadtverwaltung einen Gestaltungswettbewerb gestartet. Bürgermeister Frank Schneider hat Langenfelder Künstler und Kunstvereinigungen aufgerufen, sich daran zu beteiligen. „Es kann sowohl ein Werk sein, dass sich mit der direkten Umgebung befasst, als auch mit einem für Langenfeld typischen Symbol“, sagt Schneider. „Der kreativen Freiheit sind keine Grenzen gesetzt.“ Mit diesem künstlerisch gestalteten Kreisverkehr an der Düsseldorfer Straße und dem kleineren innerhalb der neuen Siedlung wird sich die Zahl der Kreisel in Langenfeld auf 15 erhöhen. Einige davon sind bereits mit gestalterischen Elementen geschmückt (siehe Infobox).

Wollny zufolge sollen im ersten Bauabschnitt bis Anfang 2016 insgesamt 44 Wohnhäuser sowie in der Nähe des Kreisverkehrs das Ladenzentrum errichtet werden. Dazu gehörten ein Rewe-Supermarkt mit rund 2000 Quadratmeter Verkaufsfläche, ein dm-Drogeriemarkt (800 m2), eine Apotheke (250 m2), ein Sonnenstudio (200 m2), eine Reinigung (100 m2) und ein Friseur (80 m2). Für ein 350 Quadratmeter großes Ladenlokal sucht Wollny noch einen Gastwirt, der darin ein Restaurant betreiben möchte. „Wir haben Anfragen von Systemgastronomen, würden aber einen heimischen Betreiber bevorzugen.“

Der Projektentwickler geht in Anbetracht des sich abzeichnenden Interesses an der neuen Siedlung davon aus, dass auch der zweite Bauabschnitt mit weiteren 36 Eigenheimen und Mehrfamilienhäusern noch 2015 losgehen wird. Das bedeutet, dass das von Robert Bossmann im südlichen Teil des Geländes betriebene Spargelfeld mit Direktverkauf in diesem Frühjahr seine letzte Saison erleben wird.

1000 Quadratmeter großer Spielplatz

Beim Ratsbeschluss für die Siedlung hatten die Stadtpolitiker Wert darauf gelegt, dass neben Eigenheimen auch Etagenwohnungen zur Miete oder als Eigentum eingeplant sind. Dies sei der Fall, bekräftigte Wollny, außerdem werde ein etwa 1000 Quadratmeter großer Spielplatz gebaut. Auch der Klimaschutz werde beherzigt: „Die Gebäude sind extrem gedämmt, es gibt Solaranlagen und ein zentraler Eisspeicher erzeugt Energie, die über ein Leitungsnetz verteilt wird.“