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Künstlermarkt in Hilden

21.06.2010 | 09:29 Uhr
Künstlermarkt in Hilden

Hilden. Am Wochenende lockten Aussteller aus der Region beim Hildener Künstlermarkt die Liebhaber der schönen Dinge in die Innenstadt. Der direkte Kontakt zwischen Ausstellern und Kunden ist der Reiz.

„Der Kunstmarkt in Hilden ist einfach ein lebendes Element, es hat sich in der Kunstszene etabliert“, so Karl Joliet. Er ist einer der 100 Künstler, die am Wochenende ihre Exponate in der Hildener Fußgängerzone der Öffentlichkeit präsentierten.

Für Joliet, freiberuflicher Maler und Grafiker, eine willkommene Gelegenheit, die er auch bereits seit sieben Jahren in Folge nutzt: „Hilden ist der einzige Kunstmarkt, auf dem ich regelmäßig ausstelle. Er hat sich im Laufe der Jahre weiterentwickelt und ich komme jedes Jahr mit Begeisterung wieder.“

Der Platz wird optimal genutzt

Seine Werke sucht er speziell für dieses Event aus, die größeren Werke müssen da leider zu Hause bleiben. „Ich nehme vorzugsweise die kleineren Stücke mit, damit ich den Platz im Pavillon optimal nutzen kann. Ich möchte möglichst viele verschiedene Werke zeigen“, so Joliet.

Die mitgebrachten Ölmalereien sind daher meist nicht größer als ein Din A3 Blatt, seine größeren Werke hat er vorsorglich auf Postkartengröße abdrucken lassen. Handlich verkaufen sie sich genau so gut. „Als Post oder Grußkarte“, so Joliet.

Auch Norbert Grimm hat seine Kunstwerke unter einem der weißen Pavillons aufgestellt. Er hat heute bereits ein Werk verkauft und muss nun erst seinen Stand neu ordnen, Lücken sehen nicht schön aus. Er hält es mit der Präsentation jedoch etwas einfacher: Auf einem Tisch liegt eine große schwarze Mappe, in denen Interessenten zahlreiche Werke anschauen können. Einzelne größere Exponate hängen dahinter.

Seine Exponate muss man sich sowieso aus der Nähe anschauen, erst dann erkennt man ihre Finesse. Grimms Werke lassen sich wohl am ehesten als eine Mischtechnik aus geprägtem, handgeschöpftem Papier und einer feinen Zeichnung mit einer Stahlnadel bezeichnen. In die Prägung hinein zeichnet Grimm mit einer speziellen Ölfarbe Filigranes, dass er selbst nicht beschreiben kann. „Es ist das, was der Betrachter darin sieht“, so Grimm.

Ein anderes Werk besteht aus kalt verklebten Glasscherben, die er zu einer Art Mosaik zusammengefügt und zwischen zwei weiteren Glasscheiben gerahmt hat. Er nennt dies „Lichtteppiche“. Von weitem sieht es schlicht nach geborstenem Glas aus.

So unterschiedlich die Exponate und Künstler, so einig doch die Meinungen über den Künstlermarkt als etabliertes Event. „Der direkte Kontakt mit der Bevölkerung ist der Reiz. Die Berührung auch mit Laien, die man sonst in Ausstellungen und Ateliers nie treffen würde. Ich begebe mich gerne direkt ‚an die Front’“, so Grimm.

Für Joliet ist besonders der Kontakt zu Sammlern und anderen Kunstschaffenden wichtig: „Es ist ein soziales Ereignis, das sich jedes Jahr lohnt.“

Und das Fazit: Beide werden wieder kommen.

Vera Spitz



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