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Krimi-König Horst Eckert hat das nächste Buch schon in Arbeit

23.08.2012 | 10:00 Uhr
Krimi-König Horst Eckert hat das nächste Buch schon in Arbeit
Horst Eckert im Polizeipräsidium.Foto: Kai Kitschenberg

Düsseldorf.   Ein knappes Dutzend Bücher, eine Gesamtauflage von 270.000 Exemplaren - Horst Eckert kann einiges vorweisen. In seinen Büchern haben auch die Polizisten reichlich kriminelle Energie. Derzeit arbeitet Eckert an seinem neuen Buch.

In gerade einmal acht Wochen stand die Rohfassung für Horst Eckerts Krimi-Debüt „Annas Erbe“. Das war 1995. Mittlerweile hat der Wahl-Düsseldorfer zehn weitere Bücher und eine Story-Sammlung mit einer Gesamtauflage von 270 000 Exemplaren veröffentlicht. Zeit also, die Anfänge noch einmal Revue passieren zu lassen.

Und wo ließe sich bei einer Tasse Kaffee besser plaudern, als an dem Ort, der die Basisstation für Eckerts ermittelndes Personal und gleichermaßen das Grauen für jeden Kriminellen darstellt? Im Polizeipräsidium. Oder wie es der Diplom-Politologe nennt: in der Festung.

„Die Festung“ ist auch der Titel eines frisch gedruckten Sammelbandes, der Eckerts Erstling „Annas Erbe“ und dessen Nachfolger „Bittere Delikatessen“ vereint. Horst Eckert hofft „damit die nächste Generation Krimileser erreichen und auf meine Arbeit aufmerksam machen zu können“. Schließlich waren die heute um die 30-Jährigen 1995 sicher noch nicht für literarischen Mord und Totschlag zu begeistern.

Lügen, kungeln und bestechen

Zwar sei in seinem Debüt nie explizit von Düsseldorf die Rede gewesen, erinnert sich Eckert, aber da er damals an der Lorettostraße gewohnt habe und jeden Tag an diesem „durch seine Architektur einschüchternden Klotz“ vorbeigekommen sei, war ihm klar, dass das Polizeipräsidium einen wichtigen Teil der Geschichte einnehmen würde.

Letztlich wurde die Festung zur Konstante in allen weiteren Eckert-Krimis. Und ganz wie im richtigen Leben lässt der gebürtige Oberpfälzer sein Stammpersonal wie beispielsweise Benedikt Engel in „Bittere Delikatessen“ im Verlauf der Jahre Karriere machen. So können die Charaktere auch in anderen Romanen immer wieder auftauchen, ohne dass der Autor gezwungen ist, sie jedes Mal zur Hauptfigur zu machen.

Wenn es um die kriminelle Energie innerhalb der Polizei geht, greift der Glauser-Preisträger gern in die Vollen. Da wird gelogen, gekungelt, korrumpiert, und das Auge des Gesetzes schreckt auch vor Mord nicht zurück. Gab es je Kritik von den Gesetzeshütern? „Nein, im Gegenteil“, wehrt der 53-Järhige ab.

Polizeibeamte helfen bei der Recherche

Seitens der Düsseldorfer Polizei „ist man sogar auf mich zugekommen und hat mich zu einer Kriminacht im Präsidium eingeladen.“ Und wenn der ehemalige Journalist mal wieder für neue Fälle recherchiert, helfen die Beamten gern. „Ich durfte bei einem Schießtraining dabei sein oder bin mit auf Streife gefahren“, verrät Eckert.

Nach seinen letzten Thrillern „Sprengkraft“ und „Schwarzer Schwan“ liegt die Messlatte für sein nächstes Buch hoch. Für den Autor eher Ansporn als Druck: „Es ist bereits in Arbeit“, schmunzelt er.

Claudia Hötzendorfer



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