Kriegs-Erinnerung

Zu den Berichten von Leserinnen zum Kriegsende in Düsseldorf vergangenen Freitag in der NRZ folgende Leserzuschrift:

Genau da, wo sie mit ihrem Bericht angefangen hat, geschah das Unglück für einen Freund meines Vaters. Als die alliierten Panzer die Hansaallee zum Belsenplatz mit Getöse einrollten, stürzte in Unkenntnis der Sperrzeiten die Tochter zum Fenster um zu schauen, was es mit dem Lärm auf sich hat – ein Schuss und die Tochter fiel tot ins Zimmer zurück!

Dann nahmen sich die Soldaten das letzte Maschinengewehrnest am Belsenplatz vor, die dann Richtung Skaggerak-Brücke flüchteten, um diese dann zu sprengen. Der Vater eines Nachbarjungen, Herr Heinrichs, wollte über die Trümmer der Brücke klettern, um nicht in Gefangenschaft zu geraten – seit dem ist er vermisst!

Das sind die Erinnerungen eines Bunker-Jungen, 1943 im Dominikus-Krankenhausbunker geboren, 1944 im Bunker der benachbarten Lanker-Schule laufen gelernt !