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Krawalle in der Altstadt

24.05.2009 | 16:54 Uhr

Bei den Siegesfeiern eskalierte die Gewalt: 24 Festnahmen, fast 50 Verletzte. Kurz nach Mitternacht ging ein Polizeieinsatzwagen in Flammen auf.

Eskalation nach dem Fortuna-Sieg: Kurz nach Mitternacht ging in der Nacht zum Sonntag ein Einsatzwagen der Polizei auf der Mühlenstraße in Flammen auf. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte es - mit steigendem Alkoholpegel - schon unzählige Schlägereien gegeben. Rettungsdienste, Feuerwehr und Polizei seien immer wieder angegriffen und mit Flaschen beworfen worden.

Wie viele Menschen dabei teils schwere Verletzungen davon trugen, war gestern noch nicht klar. Fest steht nur: 25 Beamte wurden verletzt, 46 Menschen wurden vom Sanitätsdienst der Johanniterunfallhilfe behandelt, 23 in die umliegenden Krankenhäuser gebracht.

Zunächst seien die Fans nach dem Spiel euphorisch und weitgehend friedlich aus der Arena abgezogen. Die Rheinbahn berichtet nur von einigen Störungen durch Feiernde auf den Gleisen.

Rettungskräfte

angegriffen

Im Laufe des Abends wurde die Stimmung in der Altstadt aber immer aggressiver, so die Polizei. Dabei hätten sich die Attacken auch zunehmend auf die Beamten gerichtet. Laut Feuerwehr wurden in der Kurze Straße gegen 21 Uhr Riesenböller, Raketen und Seenot-Munition abgeschossen, gut eine Stunde später brannte die erste Straßensperre an der Ecke Mertensgasse. Später gingen auch Tische und Bänke von Kneipen-Terrassen, Mülleimer, Fahnen und Baustellenabsperrungen in Flammen auf. Immer wieder seien bei den Löscharbeiten Mitarbeiter der Rettungsdienste angegriffen worden.

Insgesamt waren zwei Hundertschaften der Polizei und 80 Feuerwehrmänner im Einsatz. 24 Randalierer, der jüngste war erst 15 Jahre alt, wurden festgenommen. Sie müssen nun mit Strafverfahren wegen Körperverletzung, Widerstands, Sachbeschädigung und Landfriedensbruch rechen.

Die Stimmung in der Altstadt habe sich erst gegen 4 Uhr morgens allmählich wieder entspannt. Wie hoch der entstandene Schaden ist, ließ sich gestern noch nicht beziffern. Allein 70 000 Euro kostete der ausgebrannte Einsatzwagen der Polizei.

Ute Rasch

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Kommentare
17.02.2010
19:41
Krawalle in der Altstadt
von störfaktor | #16

so lange wir fußballspieler die selber als solche aktiv sind, sonntags uns auf den plätzen beleidigen und kloppen wie die profis auch, brauchen wir gar nicht jammern und uns wundern. alle anderen die hier auf gutes benehmen machen haben in keinster weise ahnung von diesem sport und was wirklich im spieler und zuschauer abgeht. außerdem ist der rummel um den platz immer ein ventil dafür das wut den bürger lenkt was sich auch die medien und die politik als schuldiger gefallen lassen müssen

26.05.2009
11:55
Krawalle in der Altstadt
von KleinIda | #15

O.k., Boernie, Punkt für dich, was die Anführungszeichen angeht. Nur bezeichnet Kartoffel alle Fußballer als Unterbelichtete. Macht das nicht, wenn man der Argumentation konsequent folgt, alle, die ihnen zujubeln auch mit zu Trotteln?

Noch eine kleine Bemerkung am Rande: Mit wem du dich in einen Topf werfen lässt, ist ja deine Sache. Aber ich fürchte du hast da etwas missverstanden. Denn wer so etwas studiert hat wie ich, hat wahrlich keinen Grund, damit hausieren zu gehen.

26.05.2009
11:48
Krawalle in der Altstadt
von KleinIda | #14

O.k. Boernie, Punkt für dich, was die Anführungsstriche angeht. Nur leider bezeichnet Kartoffel Fußballer generell als Unterbelichtete. Wenn man dieser Argumentation folgt, sind ja auch diejenigen Trottel, die ihnen zujubeln, oder?

Mit wem du dich in einen Topf wirfst, bleibt dir überlassen. Ich glaube nur, dass du da was missverstanden hast, denn als Geistes- und Sozialwissenschaftler hat man wahrlich keinen Grund, mit seinem Studiengang hausieren zu gehen... Aber das nur als Bemerkugn am Rande.

26.05.2009
08:00
Krawalle in der Altstadt
von mcmurphy | #13

Kartoffel sagt wie es ist.

http://de.wikipedia.org/wiki/Panem_et_circ

26.05.2009
07:25
Krawalle in der Altstadt
von Boernie | #12

Hallo Kleinlda,

wenn Du das Posting von Kartoffel ohne Scheuklappen gelesen hättest, wäre Dir aufgefallen, das er Fan in Anführungszeichen geschrieben hat. Es gibt halt Fans (So wie Dich und mich, wobei ich mich ungern mit jemand in einen Topf werfe, der/die mit Studiengang und/oder Berufsbezeichnung hausieren geht) und es gibt Fans, die nur zum übermäßigen Saufen und Prügeln zum Spiel gehen.

25.05.2009
19:41
Krawalle in der Altstadt
von KleinIda | #11

Liebe Kartoffel,

du machst es dir etwas sehr leicht. Wenn du dich mal ein bisschen mit Fußballfans beschäftigt hättest, würdest du sicherlich nicht behaupten, die Fangemeinschaft bestehe zu 75 % aus Prekariat. Und einfach Arbeitslose und Hooligans in einen Topf zu werfen, entlarvt deine schlichte Argumentation, die du mit gewählter Ausdrucksweise zu überdecken versuchst. Aus der Ferne Dinge zu beobachten und rigorose Pauschalurteile zu fällen ist in meinen Augen in etwa so platt wie es deiner Ansicht nach ist, Bier zu trinken und dabei Fußball zu schauen.
Im Übrigen ist die Wahrscheinlichkeit, dass es zu Krawallen kommt, in den unteren Ligen viel höher als in den Profiligen.

Viele Grüße von einer ehemals arbeitslosen Politologin und Pädagogin, die liebend gern zum Fußball geht und dazu Bier trinkt - und das, ohne auch nur jemals eine einzige Flasche geworfen zu haben ;-)

25.05.2009
19:40
Krawalle in der Altstadt
von Theodor Rand | #10

Primitive Dorfbewohner........!

25.05.2009
17:18
Krawalle in der Altstadt
von Kartoffel | #9

Fussball ist halt das Theater des kleinen Mannes.

Solange jedes Wochenende 22 Unterbelichtete einem Ball hinterher hecheln, als würde es um ihr Leben gehen und der Fan sein kühles Bier dazu genießen kann, interessiert keinen die politische Entmündigung des Bürgers und die derzeitige Lage im Land.

Wenn dann plötzlich und unerwartet die Spielsaison zu Ende ist, fragt sich der Fan -was nun?- Er bemerkt dass er arbeitslos ist und sich diese Situation auch so schnell nicht ändern wird. Und nun gibt es auch keinen Fussball, wo man seine Aggressionen dem gegnerischen Fan mit hochqualifizierten Gesängen an den Kopf knallen kann. Also wird zu dem einzigen Mittel gegriffen, was die aus 75% Prekariat bestehende Fangemeinschaft kennt, nämlich Gewalt.

Dieses mal hat es halt nicht die Gegnerischen Fans getroffen, sondern mal wieder den Staatsapparat.

Uns stehen noch heiße Tage bevor..

25.05.2009
15:12
Krawalle in der Altstadt
von Blasius | #8

Natürlich muss dagegen vorgegangen werden, wenn Leute ausrasten, gewaltätig werden etc. Das steht doch ausser Frage.

Nur liegt der Verdacht schon sehr nahe, dass da gerne nicht gerade deeskalierend vorgegangen wird... Da wird doch oft eindeutig von der Polizei provoziert.

Ich war an der Kastanie und durfte miterleben, wie gewalttätige Fans eingekesselt wurden. Nur... da war keine Gewalt. Erst als sich einige Fans bedroht fühlten, kam es zu Übergriffen. hätte die Polizei erst gar nichts gemacht, so wär auch nichts passiert. So macht man sich seine Arbeit halt selber, um irgendwelche Statisiken zu manipulieren (schlimme Anstieg der Gewalt) und Legitimationen für solche Fehlgriffe zu bekommen.
Ein ganz schwaches Bild.

Vollkommen richtig auch der Kommentar von KleinIda. Der normale Fan ist der Idiot. Ganz klar, dass Krawallmacher aus dem Verkehr gezogen werden müssen. Gegen unrechtmässige Polizeiübergriffe ist der Bürger allerdings absolut machtlos. Die können doch machen was sie wollen.

25.05.2009
11:26
Krawalle in der Altstadt
von KleinIda | #7

Deeskalation ist was anderes - aha. Ich fand es nicht komisch, als ich gegen 22.30 Uhr mit dem Rücken zur Wand in der Mertensgasse stand und und randalierende, total dichte Idioten an mir vorbei gerannt sind, weil die Polizei zurecht verfolgt hat, nachdem Flaschen und Steine geflogen sind. Und Halbwüchsige, die ich am Burgplatz dabei beobachtet habe, wie sie Pflastersteine ausgegraben haben, lassen sich auch von der besten Deeskalationstaktik nicht besänftigen. Die suchen doch die offene Auseinandersetzung mit der Polizei. Jeder, der einen Stein wirft, muss sich im klaren darüber sein, dass er Menschen töten kann. Verstecktes Verständnis, nach dem Motto: die armen Fans, die wollten doch nur feiern und dann kam die böse Polizei, ist vollkommen fehl am Platz. Was ist mit den normalen Fans, die wie ich beim Spiel waren und danach friedlich in der Stadt feiern waren? Wer verliert ein Wort darüber, dass die auch unter der Randale zu leiden haben, weil sie nicht mit den anderen in einen Topf geworfen werden wollen und vielleicht einfach nur ein Bier trinken wollen, ohne in Erste-Mai-Szenarien hinein zu geraten?

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