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Kosovare saß drei Tage auf Flughafen fest

26.08.2009 | 20:35 Uhr
Kosovare saß drei Tage auf Flughafen fest

Düsseldorf. Fast wäre es dem 39-Jährigen so ergangen wie jenem Filmhelden, der unfreiwillig Monate auf dem New Yorker Flughafen festsitzt. Aber für den Kosovaren war das Leben im Niemandsland auf dem Düsseldorfer Flughafen zum Glück nach drei Tagen vorbei.

Die Bundespolizei hatte ihn am Sonntag auf dem Flughafen festgehalten, weil seine befristete Aufenthaltserlaubnis am Samstag, einen Tag zuvor, abgelaufen war. Dass er zu spät kam, nur weil sein Flugzeug wegen technischer Probleme verspätet in Pristina gestartet war, half ihm nichts. Denn das für ihn zuständige Ausländeramt in Altenkirchen im Westerwald wollte der Polizei nicht bestätigen, dass die Aufenthaltserlaubnis ohne Probleme verlängert wird.

Da saß der 39-Jährige, der seit sechs Jahren in Deutschland lebt, mit einer Deutschen verheiratet ist, im Transitbereich des Flughafens. Versuchte, auf den Wartebänken ein wenig Schlaf zu finden, machte sich auf der öffentlichen Toilette frisch.

Eigene Telefonzelle

Seine Frau alarmierte einen Anwalt, Joachim Müller kümmerte sich um den kuriosen Fall. In Kontakt mit seinem Mandanten blieb er über eine Telefonzelle. Die war dem Gestrandeten zugewiesen worden: Wenn es klingelte, war das Gespräch für ihn. Müller gelang es, dass der völlig erschöpfte Mann am Dienstag Abend endlich ins Land gelassen wurde. Der Anwalt schickte eine Kopie des neuen Passes an das Ausländeramt. An dessen Existenz hatte das nämlich gezweifelt, da der Kosovare ihn der Polizei nicht vorgelegt habe. Die hatten aber nicht danach gefragt, nur seine Aufenthaltserlaubnis sehen wollen...

Pass erst seit Unabhängigkeit

Den Pass hatte der 39-Jährige im Auftrag des Amts besorgt, eben damit seine Aufenthaltserlaubnis verlängert wird. Bisher hatte er nur ein Übergangsdokument, weil der Kosovo erst seit kurzem unabhängig ist. Wäre das Missverständnis am Dienstag nicht geklärt worden, hätte der 39-Jährige am Mittwoch nach Pristina zurückfliegen müssen, um ein ganz neues Visum zu beantragen. Was Monate dauern kann.

Katharina Rüth

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