Kommentar

Die Entscheidung war gut – und längst überfällig. Düsseldorf braucht eine Flüchtlingsbeauftragte. Miriam Koch kann sich nun um Dialog mit Bürgern kümmern und so für die vom Oberbürgermeister in seinem Wahlkampf immer wieder versprochene Transparenz. Wie wichtig das ist zeigen viele Bürger in Ludenberg und Hubbelrath. Sie haben Angst vor einer Unterbringung von Flüchtlingen in der Bergischen Kaserne. Warum eigentlich? Diese Menschen, die kaum freiwillig ihre Heimat verlassen haben und zumeist nur froh sind noch am Leben zu sein, werden uns nicht belästigen und nachts nicht durch die feinen Vorgärten im Düsseldorfer Osten streifen.

Es ist nun Aufgabe von Miriam Koch, auf das Schicksal von Flüchtlingen aufmerksam zu machen, Vorurteile und Ängste abzubauen, so Akzeptanz für sie zu erreichen und im besten Falle deren Integration. Hier kann Düsseldorf zeigen, dass die Stadt weltoffen ist, bunt, vielfältig – mit Flüchtlingen, die hier eine Zukunft haben!

Götz Middeldorf