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Kommando: „Hier geblieben!“

27.10.2011 | 06:15 Uhr
Kommando: „Hier geblieben!“
Die Bergische Kaserne in Hubbelrath wird wohl eines Tages aufgegeben, der Standort Mörsenbroich ist aber gerettet. Die meisten Mitarbeiter der Bundeswehr können bleiben. Foto: Kai Kitschenberg

Düsseldorf.   Die meisten Mitarbeiter der Bundeswehr müssen die Landeshauptstadt Düsseldorf nicht verlassen. Die Streichliste des Bundesverteidigungsministeriums hat die Stadt nicht so arg getroffen wie befürchtet.

Die meisten Mitarbeiter der Bundeswehr müssen die Landeshauptstadt Düsseldorf nicht verlassen. Die Streichliste des Bundesverteidigungsministeriums hat die Stadt nicht so arg getroffen wie befürchtet.

Im Gegenteil: Die meisten Mitarbeiter der Bundeswehr können in der Stadt bleiben. Von 1470 Arbeitsplätzen bleiben 1220 erhalten. Zwar streicht der Verteidigungsminister hier 850 Stellen, doch davon werden 600 in das Bundesinnenministerium überführt. „Und zwar in Düsseldorf“, zeigte sich der CDU-Bundestagsabgeordnete Thomas Jarzombek erleichtert. Damit bleiben vor allem die Jobs in Mörsenbroich gesichert, wo die Bundeswehr an der Wilhelm-Raabe-Straße sitzt.

Unterm Strich werden immer noch 250 Arbeitsplätze abgebaut. Rathaus-Sprecherin Natalia Fedossenko begrüßte aber, dass, „dass es uns gelungen ist, den Standort in Mörsenbroich zu erhalten“, stand doch früher zur Debatte, die Tore dort ganz zu schließen.

Und so sehen die neuen Pläne aus, die Jarzombek gestern mitteilte: Das Landeskommando NRW bleibt nach wie vor hier. Das Bundeswehr-Dienstleistungszentrum, das Kreiswehrersatzamt und die Wehrbereichsverwaltung West werden sukzessive aufgelöst und in neue Behörden eingegliedert. Dann wird hier das „Karrierecenter der Bundeswehr untergebracht, ebenso ein „Kompetenzzentrum Baumanagement“ und das „Bundesamt für Personalmanagement“.

Bis 2017 ist soll die Neuorganisation abgeschlossen werden. Es bleibe also genug Zeit, den Abbau von 250 Arbeitsplätzen „sozialverträglich“ zu gestalten, so Jarzombek, der sich mit Beatrix Philipp (CDU) ein Jahr lang für den Verbleib der Bundeswehr in der Landeshauptstadt eingesetzt hatte.

CDU-Planungsexperte Alexander Fils (Fils) freute sich auch für den Stadtteil Mörsenbroich, von wo die meisten jetzigen Bundeswehr-Mitarbeiter nicht weggehen müssen. „Die Mischung in Mörsenbroich ist gut - und sie bleibt gut“, sagte er.

Fils geht davon aus, dass die Bundeswehr die Bergische Kaserne in Hubbelrath irgendwann ganz aufgeben wird. Eine Division ist dort längst nach Hannover abkommandiert worden und die verbliebenen Bundeswehr-Musiker werden demnächst nach Hilden umziehen. „Wenn der Bund wegen der Bergischen Kaserne auf uns zukommt, werden wir ein Wettbewerbsverfahren einleiten“, berichtet der CDU-Mann. „Ich kann mir dort im Prinzip Wohnen und Arbeiten gut vorstellen. Vielleicht ist auch noch Platz für eine Hochschuleinrichtung. Aber wir haben keine Eile, wir warten in Ruhe die weitere Entwicklung ab.“

Michael Mücke


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