Knapp an der Blamage vorbei
15.01.2009 | 18:24 Uhr 2009-01-15T18:24:00+0100Der Kö-Bogen von Daniel Libeskind - das tut gut.
Gerade noch mal gut gegangen. Ein einziger Bewerber ist übrig geblieben für ein Projekt, von dem nicht zuletzt der OB meinte, es müsse Investoren in aller Welt elektrisieren. Mit Blick auf den letzten Mohikaner für die Gestaltung des Kö-Bogens darf man sagen: Glück gehabt, Düsseldorf -knapp an der Blamage vorbeigeschrammt. Das Aufatmen aus dem Rathaus war bis Hellerhof zu hören: Daniel Libes-kind, ein Name, der gut tut.
Animationen mag man nur begrenzt vertrauen, zumal sie Maßstäbe manipulativ verzerren. Und so lässt sich die Wucht der Bauten mit Blick auf den benachbarten Hofgarten schwer einschätzen. Dass der Entwurf, selbst wenn er anderen Libeskinds ähnelt, ein Quantensprung ist gegenüber den provinziellen Versuchen lokaler Herkunft, ist sicher. Gleichwohl sei daran erinnert, dass es zu diesem Hingucker nie gekommen wäre, hätte nicht der Gesetzgeber die Stadt zum Wettbewerb gezwungen. So gesehen: Kein Ruhmesblatt fürs Rathaus.
FRANK PREUSS
08:37
Nun, das Gebäude ist gegenüber den ersten Entwürfen ein Quantensprung, sowohl was die architektonische als auch was die ökologische Seite angeht.
Allerdings bleibt die Nutzung entscheidend:
Eine reine Büronutzung lässt Samstags und Abends einen großen, unbelebten Block zurück.
In die untersten beiden Geschosse gehören Cafes, Lokale, Läden, Gallerien. Sonst ist städtebaulich nichts gewonnen.