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Klinik-Direktor soll bei Abrechnungen gepfuscht haben

13.02.2012 | 17:19 Uhr
Klinik-Direktor soll bei Abrechnungen gepfuscht haben
Gegen Wolfgang Raab ermittelt die Staatsanwaltschaft.

Düsseldorf.Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den Ärztlichen Direktor des Uniklinikums, Professor Wolfgang Raab (58). Sie geht dem Verdacht nach, dass der Zahnmediziner in seiner Privatambulanz unrechtmäßig Leistungen abrechnete, die er nicht erbrachte. So soll er eine sechsstellige Summe zu Unrecht eingenommen haben.

LKA-Beamte haben vor zehn Tagen Wohnung und Praxisräume von Raab durchsucht. Er habe bereitwillig alle Unterlagen zur Verfügung gestellt, so die Staatsanwaltschaft. Auch Räume im Klinikum wurden durchsucht. Das Klinikum habe sich ebenfalls kooperativ gezeigt und alle nötigen Dokumente übergeben, teilten die Ermittler mit.

Raab ist seit 1996 Direktor der Klinik für Zahnerhalt

Raab, der neben seiner Funktion als Klinikleiter auch privat Patienten behandelt, soll seit 2006 immer wieder Leistungen abgerechnet haben, ohne dazu berechtigt zu sein. Denn er soll die Behandlungen als persönlich erbracht deklariert haben, obwohl sie von anderen Medizinern durchgeführt wurden. Bei medizinischen Leistungen gelte der Grundsatz, dass sie nur abgerechnet werden dürfen, wenn sie persönlich erbracht wurden. Es geht ausdrücklich nicht darum, dass etwa unqualifiziertes Personal Patienten behandelt habe.

Professor Wolfgang Raab ist seit 1996 Direktor der Klinik für Zahnerhalt. Derzeit ruht diese Funktion, da er 2006 zum Ärztlichen Direktor und damit zum Vorstandsvorsitzenden der Klinik gewählt wurde. Er ist derzeit auch nicht von diesen Aufgaben suspendiert. Einer größeren Öffentlichkeit wurde er bekannt, als er nach dem Unfall bei „Wetten, dass...?“ die Behandlung des verunglückten Samuel Koch erläuterte.

Katharina Rüth

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Kommentare
14.02.2012
09:25
Vor dem Gesetz sind alle gleich ?
von nullrunde | #1

Wenn er gefudelt hat, Leistungen welche er nicht erbracht hat, als seine ausgegeben und bezahlt bekommen hat, dann muß er genauso um die Stellung fürchten, wie die kleine Angestellte mit dem Pfandbon beim Discounter.

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