„Kirmes der Spitzenklasse“

„Relativ entspannt.“ So bezeichnet Kirmesarchitekt Thomas König die diesjährige Anlaufphase der Größten Kirmes am Rhein, die vom 17. bis 26. Juli stattfindet. Sollte bis zum Start also kein Sturm oder Hochwasser das Gelände zwischen Rheinknie-Brücke und Oberkasseler Brücke in Mitleidenschaft ziehen, freut sich König auf eine Kirmes der Spitzenklasse.

Weniger entspannt hört es sich an, wenn er von den Neuheiten spricht, auf die die Besucher sich in diesem Jahr freuen dürfen. Von „speien“ und „Magenschleudern“ ist da die Rede, wenn er etwa das Fahrgeschäft Hangover beschreibt. Dieses feiert in Düsseldorf Weltpremiere und fährt die Besucher auf 86 Meter Höhe. Der Freude über das schöne Panorama folgt der freie Fall, der von Magnetbremsen gestoppt wird. Auch das Laufgeschäft Viva Cuba wird zum ersten Mal auf einem Kirmesplatz aufgebaut. Auf vier Etagen und fünf Ebenen gibt es 30 Spaßstationen mit Wasser- und Feuereffekten.

Die St. Sebastianus Schützen 1316 haben als Veranstalter noch weitere Neuheiten in peto. Das Rundfahrgeschäft Predator, das Hammerspiel Woody, das Fahrgeschäft Black Out, die Attraktion „Crazy Kitchen“, bei der mit Holzkugeln Porzellan zerschlagen werden kann, und das Bassin „Waterbubblez“, auf dem Groß und Klein in großen Bällen über das Waser laufen können, haben schon ihren festen Standplatz. Wer sich zwischen dem Trubel stärken möchte, kann auch Neues ausprobieren: Der ChocoKebap und die Grüne Küche, in der Veggie-Kost angeboten wird, sind das erste Mal mit dabei. Bekanntes macht die Kirmes weiterhin attraktiv: Ob Riesenrad, Kettenkarussell, Achterbahn oder das große Feuerwerk am 24. Juli.

Düseldorfs größtes Ehrenamts-Fest

Die St. Sebastianus Schützenbruderschaft 1316 stemmt die Kirmes neben ihrem Schützen- und Heimatfest, das schon am 11. Juli startet. Rund 2800 aktive Teilnehmer werden dazu erwartet. Durch die Stadt ziehen Festzüge, ein neuer König wird ausgeschossen und der Seniorenabend ist wie immer schon lange im Vorfeld ausgebucht. „Es ist das größte Fest, das von Ehrenamtlichen ausgeführt wird“, sagt Schützenchef Lothar Inden über das Schützenfest und der damit verbundenen Kirmes.

Viel Augenmerk wird wieder auf die Sicherheit gelegt. „Wir investieren dafür zwischen 130 000 und 140 000 Euro“, sagt König. Das Konzept zahlte sich in den vergangenen Jahren aus. Die Zahl der Diebstähle und anderen Delikten sind verschwindend gering. Sogar die Zahl der Falschparker hat sich im vergangenen Jahr halbiert. Wurden 2013 500 Autos abgeschleppt, waren es 2015 nur noch knapp 250 Stück und damit historischer Tiefstand.

Da preisen die Schützen gerne weiter „das größte Fahrgeschäft“ an, das da Rheinbahn heißt. „Wie in jedem Jahr bieten wir einen erweiterten Service an“, sagt Sprecherin Heike Schuster. Bis tief in die Nacht und in kurzen Abständen bringen Busse, Straßen und U-Bahne die Besucher zur Kirmes hin und wieder zurück. Apropos Service: Damit es dann auch noch mit der Kommunikation auf dem Festplatz so richtig klappt, verbessern Vodafone, T-Mobile und E-Plus durch zusätzliche Empfangseinheiten die Mobilfunkversorgung.