Kirmes-Auftakt am Düsseldorfer Staufenplatz

Die Kirmes an Ostersonntag: Zwar war es kühl, doch die Sonne schien – das lockte viele Besucher auf den Rummelplatz.
Die Kirmes an Ostersonntag: Zwar war es kühl, doch die Sonne schien – das lockte viele Besucher auf den Rummelplatz.
Foto: Sarina Zink
Was wir bereits wissen
Die Schausteller sind mit dem Saison-Beginn in Düsseldorf zufrieden. Nur der Breakdancer stand an Ostern still – es fehlten die neu bestellten Sitze.

Düsseldorf.. Die Straßenbahnen Richtung Grafenberg waren Ostersonntag voll. Familien kamen scharenweise, um den sonnigen Tag auf der traditionellen Osterkirmes am Staufenplatz zu verbringen. Schon von weitem sind die leuchtenden Fahrgeschäfte zu sehen und die Musik der Kirmes zu hören.

Die Sonne schien, die Kinder waren beschäftigt und die Eltern zufrieden. Denn die beliebte Veranstaltung ist vor allem etwas für Familien mit Kindern. Die Musik ist leiser und die Achterbahnen kleiner als auf manch anderem Jahrmarkt, die Stimmung aber ist großartig. Das soll bis zum 12. April auch so bleiben.

Seit 62 Jahren im Geschäft

35 Schausteller sind bei der diesjährigen Kirmes dabei, die meisten von ihnen kommen jedes Jahr. So auch das „Zuckerlädchen“ von Nortrud Simon. Sie verkauft schokoladenüberzogene Früchte, Zuckerwatte und gebrannte Mandeln in verschiedenen Variationen. „Ich bin schon seit 62 Jahren im Geschäft“, lacht sie. Die 62-Jährige war schon als kleines Kind mit ihren Eltern im „Zuckerlädchen“ unterwegs.

„Die Osterkirmes hier in Düsseldorf ist immer besonders schön. Hier tummeln sich besonders viele Familien. Es geht hier sehr harmonisch zu, das mag ich.“ Die Kirmes wird ihrem Ruf als Familienangebot auf jeden Fall gerecht: Kinderwagen und Babytragen prägen das Bild, auf den Bänken neben dem einzigen Stand, der Bier verkauft, füttert ein junges Paar ein Kleinkind.

Zufrieden mit den Besucherzahlen

Der Schausteller-Verbund rechnet in diesem Jahr mit rund 50 000 Besuchern, deutlich mehr als im vergangenen Jahr. Bisher ist auch Nortrud Simon sehr zufrieden mit den Besucherzahlen. „Aber das ist immer sehr wetterabhängig“, sagt sie. Doch die Wettervorhersagen sind vielversprechend, für fast alle Tage wurden Sonne und kirmesfreundliche Temperaturen gemeldet. Die Kirmessaison wurde am Karsamstag mit Beginn der Grafenberger Osterkirmes traditionell eröffnet. Dieses Jahr hätte der Start nicht besser laufen können; Am Sonntag bildeten sich schon kurz nach 14 Uhr Schlangen vor den zahlreichen Fahrgeschäften.

Beginnt man die Kirmesrunde rechts herum, fällt sofort eine große, eher düstere Attraktion ins Auge. Monster mit langen Krallen bewachen sie: die Geisterbahn. Die Neuheit und das Highlight in diesem Jahr. Die 14-jährige Anna und ihr zwei Jahre jüngerer Bruder Ben warten in der Reihe auf ihre Fahrt durch die dunkle Gruselkammer. „Ich habe keine Angst vor Gespenstern“, sagt Anna stolz. Ihr Bruder ist sich noch nicht ganz sicher. „Aber die tun mir ja nichts böses“, weiß der 12-Jährige. Die Geisterbahn wurde in den USA mit Spezial-Effekten ausgestattet.

Autoscooter und Breakdancer

Wer es weniger gruselig mag, dafür etwas rasanter, ist bei der Familienachterbahn „Speedy Gonzales“ bestens aufgehoben. Davor wartet der 23-jährige Frank Bialas auf seinen kleinen Neffen. Die beiden sind aus Hamm hergekommen. „Für mich ist die Achterbahn eher nichts, aber für Kinder ist es wirklich super.“ Autoscooter und Breakdancer sind die nächsten Stationen der beiden Jungs. Der Breakdancer allerdings stand am Wochenende still: Der Betreiber hatte neue Sitze bestellt – und die waren nicht rechtzeitig zur Saisoneröffnung angekommen...

Für die ganz kleinen Gäste muss es nicht immer die Achterbahn sein, es sind auch mehrere Kinderkarusselle aufgebaut. Außerdem gibt es, wie auch in den vergangenen Jahren, das „Pferderennen“ und die Lose mit Chance auf einige Hauptgewinne des „Wilmering Glückshaus“ am Eingang der Kirmes.

Täglich um 17 Uhr tanzen die Puppen im Kasperletheater. Dazu lockt das bunte Treiben auf dem Staufenplatz mit allerhand Leckereien, es duftet auf dem ganzen Gelände nach Bratwurst, Crepes oder Popcorn. Auch wenn das Gelände auf dem Staufenplatz nicht allzu groß ist, bietet die Osterkirmes doch viel Abwechslung.