Kinderverbot im Biergarten - Das sagen unsere Leser

Der Biergarten "Sonnendeck" in Düsseldorf ist (teilweise) kinderfreie Zone. Das gefällt nicht allen.
Der Biergarten "Sonnendeck" in Düsseldorf ist (teilweise) kinderfreie Zone. Das gefällt nicht allen.
Foto: Kai Kitschenberg
"Kinder spielen und toben nun einmal": Das Kinderverbot in einem Biergarten empört viele Nutzer. Andere verstehen den Wirt. Eine Zusammenfassung.

Düsseldorf/Essen.. Das Kinderverbot eines Düsseldorfer Biergartenbesitzers sorgt auf unserem Portal und auf unserer Facebook-Seite für kontroverse Diskussionen. Viele Leser zeigen Verständnis für die Entscheidung des Wirts, andere finden sein Vorgehen kinderfeindlich und dsikriminierend.

Die Befürworter des Kinderverbots sehen vor allem die Eltern der auffälligen Kinder in der Verantwortung. "Wenn man sieht, was manche depperten Eltern ihrer ungehobelten Brut in der Öffentlichkeit alles durchgehen lassen, kann man so einen Gedankengang schon verstehen", schreibt Nutzer Rudizehner. Der Nutzer Namenlos hofft, dass sich andere ein Beispiel am Verbot nehmen: "Jetzt müssen nur noch die Airlines die Zeichen der Zeit erkennen und kinderfreie Flüge anbieten, mit den rauchfreien Flügen hat es ja auch geklappt."

Facebook-Fan Tamara Koch kann die Reaktion des Wirts aus eigener Erfahrung nachvollziehen: "Ich arbeite selber in einem bayrischen Wirtshaus und es ist unfassbar, was Eltern unter Erziehung verstehen!"

"Dann müsste es auch ein Verbot für Vollidioten geben"

Kein Verständnis hat Leserin Rebecca Strö: "Na ja, dann müsste es auch ein Verbot für Vollidioten geben, davon waren bestimmt auch genug da", schreibt sie auf Facebook. Sie wolle solche Läden in Zukunft boykottieren. Auch Andre Grimm würde dieses Lokal niemals betreten, "ob mit oder ohne Kinder." Er hoffe, dass der Besitzer wegen des Verbots pleite geht. Julia Sarah Ellinghaus spricht von "Diskriminierung" und fordert mehr Verständnis für die Kleinen. "Kinder sind keine kontrollierten Erwachsenen, sie spielen und toben nun mal. Und ein kleines Kind unter 'Kontrolle' zu halten ist mit Gefängnis zu vergleichen", findet sie und betont, dass sie sich für die Gesellschaft fremdschäme.

Andreas Turowski wirft schließlich einen Blick in die Vergangenheit und fragt sich: "Habe ich einen verklärten Blick auf die Vergangenheit, oder war früher so ein Verbot oft gar nicht nötig?"