Kindersoldaten: Rimkus setzt ein Zeichen

Der Düsseldorfer SPD-Bundestagsabgeordnete Andreas Rimkus hat mit einem roten Handabdruck ein Zeichen gegen den Einsatz von Kindern in Kriegen gesetzt. Zu der „Aktion Rote Hand“ hatte die Kinderkommission des Deutschen Bundestages anlässlich des „Internationalen Tages gegen den Einsatz von Kindersoldaten“ am 12. Februar eingeladen. Seit 2002 engagieren sich deshalb Menschen in aller Welt, wobei das Symbol der Aktion, die rote Hand, dabei für das Nein zur Rekrutierung und zum Einsatz von Kindersoldaten steht. Rimkus: „Ich halte Kindersoldaten für eine menschenverachtende Praxis, denn sie sind Täter und Opfer zugleich und dadurch ein Leben lang traumatisiert, wenn sie nicht sogar getötet werden.“.

Nach Angaben der Vereinten Nationen sind auf der Welt noch immer 250 000 Kindersoldaten im Einsatz. Diese Kinder erfahren schon in jungen Jahren Unvorstellbares. Sie werden in den Kriegen der Erwachsenen in tödliche Kämpfe geschickt, müssen lebensgefährliche Botengänge übernehmen oder Sklavendienste leisten. Weibliche Kindersoldaten werden häufig Opfer sexualisierter Gewalt. Hiergegen haben die Abgeordneten des Deutschen Bundestages auch in diesem Jahr ein Zeichen gesetzt.

Der Bundestagsabgeordnete Rimkus verweist auf das 25-jährige Bestehen der UN-Kinderrechtskonvention: „Kinder haben mit der Konvention das erste Mal das Recht auf ein Aufwachsen ohne Gewalt und ein Recht auf Schutz vor Missbrauch jedweder Art.“ Nur durch gemeinschaftliches Handeln ist die Umsetzung in der ganzen Welt möglich.

Die gesammelten roten Handabdrücke werden von der Kinderkommission an die Sonderbeauftragte des Generalsekretärs der Vereinten Nationen für Kinder und bewaffnete Konflikte als Ausdruck der Solidarität des Deutschen Bundestages mit den Kindersoldaten übersandt.